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Hühnerzucht statt regieren
11/07/2014

Hühnerzucht statt regieren

Internationales Ensemble spielt Dürrenmatts Satrie über Macht "Romulus, der Große" in der Wiener Sargfabrik.

von Heinz Wagner

Hektik am Hof des Kaisers. Ein Bote kommt geeilt, um von Gefahr zu berichten: Die Germanen kommen. Dem Herrscher Romulus ist’s eigentlich wurscht. Ihn interessiert nicht viel mehr als welches seiner Hühner, die nach Herrschern benannt sind, wie viele Eier am Morgen gelegt hat. Die Hühnerzucht ist sein’s.

Die nächste Nachricht, dass der Finanzminister mit der Staatskasse durchgebrannt ist, lässt ihn kalt. „Die war ohnehin leer!“ So nebenbei wird immer wieder von Zeno gesprochen, der als Asylwerber aus dem oströmischen Reich aber immer versteckt gehalten wird.

Internationales Ensemble

Friedrich Dürrenmatts satirisches Stück über Macht, Herrschaft und Käuflichkeit - Hosenfabrikant Cäsar Rupf will das römische Reich mit Millionen retten, wenn er die kaiserliche Tochter Rea heiraten darf – wird derzeit vom integrativen Wiener Vorstadttheater in der Sargfabrik gespielt. Die Amateur_innen dieses gemischten Ensembles, dessen Mitglieder Wurzeln im kurdischen Teil der Türkei, in Ägypten, Nigeria, Armenien und Österreich haben, führen allein dadurch schon den nationalen Konflikt – hier Germanen, dort Römer – ad absurdum.

Romulus der Großevon Friedrich Dürrenmattgespielt vom Wiener Vorstadttheater

Darsteller_innen: Romulus Augustus, Kaiser von Westrom Recep Bektaş Julia, Kaiserin Anna Gishyan Rea, deren Tochter Dilara Yılmaz Ämilian, röm. Patrizier, Verlobter Reas Raphael Viktor Dorner Mares, Kriegsminister Şenol Bektaş Tulius Rotundus, Innen- minister Ihsan Azadi Yılmaz Spurius Titus Mamma, Reiterpräfekt Hedra Bastarous Achilla, Kammerdienerin Mülkiye Kapan Pyramus, Kammerdiener Melsik Mowsisjan Köchin Angela Ekeleme Cäsar Rupf, Hosenfabrikant Manfred Michalke Odoaker, Germanenfürst Halil Bakay Theoderich, sein Neffe Agrin Bektaş

Regie Manfred Michalke Bearbeitung Margaretha Neufeld Bühnenbild Art for Art Regieassistenz Johanna Prechtl

Aufführungsrechte Diogenes Verlag AG

Wann & wo?10. und 17. Jänner 201519:30 Uhr

Theater Akzent 1040, Theresianumgass 18

Telefon: (01) 501 65-3306

www.akzent.at

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