© Heinz Wagner

Den Spaß nicht verderben lassen
12/05/2014

Den Spaß nicht verderben lassen

Kundgebung gegen - vorläufige - Sperre des ersten und einzigen Wiener Clown-Theaters Olé in Wien-Landstraße.

von Heinz Wagner

Die vielleicht witzigste Demo fand Freitag Nachmittag in Wien-Landstraße statt. Viele rote Nasen, Clowns, eine Schneefrau, Trommeln und andere Instrumente bevölkerten das Eck Baumannstraße/Beatrixgasse. Das dort seit sechs Jahren spielende erste und einzige Clown- und Variete-Theater Olé hatte zur Kundgebung gebeten.

Grund: Das Kellertheater muss mit Ende des Jahres die Räumlichkeiten verlassen. Die Hausbesitzerin wollte das Theater los werden. Sie hätten zu viel Lärm gemacht – mit einer fein-säuberlichen Auflistung – auch von Tagen, an denen gar nicht gespielt wurde!

Zündfunke für viele

Weit mehr als 100 Freundinnen und Freunde des Theaters, die oft durch einen ersten Besuch und einen mehr als vergnüglichen Abend zu solchen geworden waren, andere, die hier in Workshops erst ihr clowneskes Talent entdeckten, sowie Clowns aus verschiedenen Gegenden Österreichs waren gekommen, um lautstark gegen die erzwungene Schließung zu protestieren. Andere, um darauf hinzuweisen, wenn eine Hausbesitzerin nicht auf eine solche kleine, feine Kulturblüte stolz sei, dann hätte sie es auch gar nicht verdient, das Theater Olé länger zu beherbergen.

Unsubventioniert

Die Bühne wurde von sieben (auch clownesken) Schauspielerinnen und Schauspielern (unter anderem Hubertus Zorell, Verena Vondrak) gegründet, die eigenhändig den Keller komplett renovierten und sanierten. Sie bekam nie auch nur einen Cent Subvention. Auch dieser Tatsache galt ein Seitenhieb der Kundgebung, bei der so nebenbei auch darauf hingewiesen wurde, dass Wiens Kulturstadtrat gleich im Haus gegenüber wohne, aber noch nie den Weg in dieses Theater gefunden habe.

Ihrer Profession entsprechend zeigten sich die OrganisatorInnen doch einigermaßen enttäuscht, dass lediglich eine Polizistin bei der Kundgebung vorbeikam. „Wir sind jetzt sechs DirektorInnen, da hätten wir uns schon 600 Polizisten erwartet – wär doch nur rechte und billig, dasselbe Verhältnis zu verlangen wie bei der Pizzeria Anarchia!“

Neue Bleibe!

Die Protestierenden forderten vor allem, das Theater müsse weiter existieren – eben an einem anderen Ort. Dazu versprach die Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Eva Lachkovics, sich um ein alternatives Quartier zu bemühen.

www.theater-ole.at

... von der Clown-Demo

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