Malala überreichte den Kinder-Friedenspreis 2017

Children's Peace Prize
Foto: Kids Rights Foundation Malala Yousafzai überreicht dem diesjährigen Gewinner des Kinder-Friedens-Preises Mohamad Al Jounde die Statue

Drei Jugendliche – aus Indonesien, Syrien/Libanon und Polen – waren nominiert für den diesjährigen „Children’s Peace Prize“; Flashmob als Auftakt zum österreichischen Jugendfriedenspreis.

Update 6. Dezember 2017, 19.05 Uhr: Der Preis ist vergeben.

Der diesjährige internationale Kinder-/Jugend-Friedenspreis geht an Mohamad Al Jounde. Der gebürtige Syrer, der in den Libanon flüchtete, initiierte im Flüchtlingslager Schulunterricht. Dafür wurde er Anfang der Woche im niederländischen Den Haag mit dem Children's Peace Prize ausgzeichnet. Die Statue bekam er aus den Händen von Malala Yousafzai.

Kinderfriedenspreis, Statue Foto: Kids Rights Foundation 169 Jugendliche aus 55 Ländern waren vorgeschlagen, Fachleute hatten zunächst die Top-3-Aktivist_innen in Sachen Frieden gewählt: Faye Hasian, (15, Indonesien), Mohamad Al Jounde (16, Syrien/Libanon) und den 16-jährigen Polen Tymon Radzik.

Zufluchtsort für Mädchen, Unterricht für Flüchtlinge, Kinderrechts-Infos

Nominierte für den Children's Peace Prize 2017 Foto: KidsRights Foundation Faye Hasian gründete gemeinsam mit ihrer Mutter ein Haus als sicheren „Hafen“ für indonesische Mädchen und Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Die Jugendliche geht aber auch selbst regelmäßig in für Mdächen besonders gefährliche Gegenden, um ihnen Hilfe anzubieten.
Tymon Radzik war richtiggehend geschockt, als er entdeckte, dass er und seine Altersgenoss_innen in seinem Heimatland zu wenig mitzureden haben. So begann er sich dafür einzusetzen, dass Kinder und Jugendliche mehr und besser informiert werden über Kinderrecht, die ihnen ja nach der UNO-Kinderrechtskonvention zustehen. Dank der von ihm initiierten Kampagne haben jetzt Kinder in Polen mehr Möglichkeiten mitzureden und mitzubestimmen.
Mohamad Al Jounde ursprünglich aus Syrien fand mit seiner Familie Zuflucht im Libanon. Was ihn besonders störte, dass er nicht in die Schule gehen konnte. So startete er selbst eine Initiative für Unterricht im Flüchtlingslager. Schon mit 12 Jahren unterrichtete er dort andere Flüchtlingskinder in Mathe und Englisch, wobei er Fotografieren und Spiele in seinen Unterricht einbaut, sodass die rund 200 Kinder, die derzeit in dieser Schule im Lager sind, beim Lernen auch Spaß haben.

Seit 2005

Der Children’s Peace Prize wurde 2005 von der KidsRights Foundation in Rom bei einem Welttreffen von Nobelpreisträger_innen ins Leben gerufen. Die bisher wohl bekannteste Preisträgerin war 2013 die spätere jüngste Gewinnerin des Friedensnobelpreises, Malala Yousafzai – womit sich der Kreis zur diesjährigen Preisverleihung schließt.
www.childrenspeaceprize.org
www.kidsrightsyoungsters.org/

Österreichischer Jugendfriedenspreis

Wien: Flashmob für den Frieden

Kopie von Wiener Jugendfriedenspreis Foto: Heinz Wagner Foto von einer Aktion auf der Friedensbrücke zum ersten Jugendfriedenspreis 2015

Zum Auftakt der dritten Runde des Jugendfriedenspreises – diesmal österreichweit – wird es in Wien einen Flashmob – passend auf der Friedensbrücke (zwischen dem 9. und dem 20. Bezirk) geben – am Montag, 11. Dezember von 9 bis 9.30 Uhr. Tanzen, Singen, Selfies - #MyPeaceSelfies - machen und mit stilisierten bunten Tauben Zeichen für den Frieden setzen wird auf dem Programm der halbstündigen Aktion stehen.
Jugendfriedenspreis:
Alle 11- bis 24-Jährigen können – einzeln oder in Gruppen einreichen was zum Thema passt, egal ob Texte, Zeichnungen, Fotos, Videos, Songs, Apps…
Eingereicht werden kann bis 15. April 2018
Am 9. Mai 2018 findet im großen Festsaal des Wiener Rathauses die Gala mit der Vorstellung der besten Projekte aus ganz Österreich statt.
www.friedenspreis.at

(kiku) Erstellt am
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