Forderung nach Aufnahme der Kinderrechte in den Rang der Bundesverfassung - was nur zum Teil, nur für einige der Artikel der Konvention, gelungen ist.

© BJV

BundesJugendVertretung
10/28/2016

Größter Erfolg: Senkung des Wahlalters, aber...

Kinder-KURIER-Gespräch mit einer der Vorsitzenden zum 15. Geburtstag der BundesJugendVertretung (BJV).

von Heinz Wagner

„Unser größter Erfolg ist sicher die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Damit wurde Österreich auch international führend“, meint Johanna Tradinik, eine der vier Sprecher_innen der BundesJugendVertretung. Das Gespräch mit dem Kinder-KURIER fand rund um die Feier zum 15. Geburtstag der neu gestalteten gesetzlichen Vertretung von rund drei Millionen Kindern und Jugendlichen (siehe Hintergrund) statt.

Diesem Erfolg - und einem weiteren - Sexualpädagogik wurde in den Schulen ausgebaut - stehen aber noch viele unerfüllte Forderungen gegenüber, so Tradinik, die gemeinsam mit Christian Zoll, David Neuber und Julia Herr im Team den Vorsitz der BJV führt. „In Sachen einheitliches Jugendschutzgesetz waren wir schon weiter.“ Eine Zeit lang hat‘s ganz gut in Sachen Einigung ausgeschaut, „aber das Land Steiermark ist zuletzt stark gegen eine Vereinheitlichung aufgetreten“. Dennoch gibt die BJV nicht auf, „Wir bleiben dran!“

Alle Jugendlichen sind gleich zu behandeln!

Dran bleiben wollen die Jugendvertreter_innen auch in Sachen Flüchtlinge und der Forderung nach Gleichstellung mit österreichischen Jugendlichen. Eigentlich ist die Jugendwohlfahrt gesetzlich für Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus zuständig. „Dass jugendliche Asylwerber_innen von der Ausbildungspflicht und -garantie ausgenommen sind, können wir nicht nur nicht akzeptieren, es ist auch nicht zu verstehen!“

#MeinNetz

Einen weiteren Schwerpunkt nennt Tradinik: #MeinNetz. „Damit wollen wir – gemeinsam mit Jugendlichen – stärker für Mitbestimmung eintreten, wie das Internet und social media gestaltet werden.“ Immerhin ist das ein wichtiger Ort, in dem Jugendliche unterwegs sind. Gegen Hass im Netz, für Gewaltfreiheit, gegen Menschenfeindlichkeit, für mehr Zivilcourage gegen Hass-Postings... – dazu braucht es auch mehr Medienkompetenz und mehr Ausbildung für Pädagog_innen in diesem Bereich, verlangt die BundesJugendVertretung.

Die Bundesjugendvertretung (BJV) ist die gesetzlich verankerte Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich. Sie ist der Zusammenschluss oder die Plattform von 53 Mitgliedsorganisationen und hat in Jugendfragen einen Status wie sozialpartnerschaftliche Organisationen in anderen Bereichen. International ist die BJV Mitglied des Europäischen Jugendforums.

Die BJV löste den Vorgänger BundesJugendRing durch das Bundes- Jugendvertretungsgesetz am 1.1.2001 ab.

Aufgabe der BJV ist es sozusagen, die Interessen von rund drei Millionen jungen Menschen in Österreich zu vertreten. Dazu entwickeln die BJV und ihre Mitgliedsorganisationen Kooperationen, Bündnisse und gemeinsame Projekte, vernetzen Vereine und Organisationen, organisieren Kampagnen und Veranstaltungen – und binden immer wieder Jugendliche selbst in solche Prozesse und Projekte ein, Stichwort Partizipation.

www.bjv.at

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