Kanada will Chips statt Münzen

MintChip-Prinzip als Piktogramm in Promotion-Video für neue Zahlungsform in Kanada.
Foto: Screenshot

Mit MintChip soll Geld elektronisch über Smartphones, die Cloud und andere Geräte übertragen werden.

Die kanadische Regierung sagt Kleingeld den Kampf an und will mit dem MintChip eine Alternative zur traditionellen Barzahlung etablieren. Dabei handelt es sich um einen Microchip, mit dem kleine Geldbeträge elektronisch über USB-Sticks, Smartphones, Tablets oder Laptops getauscht werden können.

Mit der MintChallenge wurde nun auch ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich Software-Entwickler beteiligen können. Gesucht werden Apps für verschiedene Endgeräte, über die Zahlungen abgewickelt werden können. Dabei wurden Preise im Wert von etwa 50.000 kanadischen Dollar (38.000 Euro) ausgeschrieben.

 

Keine Verknüpfung mit Konto

"Auf dem digitalen Wirtschaftssektor herrscht derzeit großes Wachstum, das durch Smartphones und mobile Geräte vorangetrieben wird." erlärt Marc Brûlé, Finanzchef der Royal Canadian Mint gegenüber der Tageszeitung Toronto Star. Trotz dieses Wachstums gebe es immer noch keine kosteneffiziente elektronische Zahlungsmöglichkeit.

Im Gegensatz zu den meisten anderen digitalen Zahlungsarten wie etwa PayPal soll der MintChip nicht mit einem Bank- oder Kreditkartenkonto verknüpft sein. Das System soll lediglich ermöglichen, digital gespeicherte kanadische Dollar auszutauschen. Wie genau das System in der Praxis funktionieren wird und wie technisch verhindert werden soll, dass Zahlungswege elektronisch nachverfolgt werden können, ist derzeit noch unbekannt.

 

(futurezone) Erstellt am
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