Leben 05.12.2011

Google-Microsoft-Wortduell in Runde zwei

© Bild: rts, microsoft, google

IT-Giganten führen Online-Diskussion, wer was bezüglich Patenten im Schilde führt, intensiv weiter.

Die beiden IT-Giganten Google und Microsoft belassen es nicht bei ihrem Austausch feindseliger Worte am Donnerstag. Der Verbal-Kampf rund um Patente geht weiter.

Am Donnerstag hatte sich zunächst Googles Chef-Anwalt David Drummond per Blog-Posting über das vehemente rechtliche Vorgehen seiner Kontrahenten gegen das Mobil-Betriebssystem Android beschwert. Drummond warf unter anderem Microsoft vor, Patente (etwa das die Patent-Pakete von Novell und Nortel) nur aus dem Zweck zu erwerben, um Google Schaden zuzufügen, wodurch Geldgier über Innovation siegen würde. Microsofts Kommunikations-Chef Frank Shaw konterte per Twitter mit der Veröffentlichung eines E-Mails, in dem Google die Zusammenarbeit mit Microsoft beim Wettbieten um die Novell-Patente ablehnt.

Google: Kooperations-Angebot war Täuschungsmanöver

Die Antwort von David Drummond auf diese Behauptung folgte mittels Update zu seinem ursprünglichen Blog-Eintrag. Darin meint der Google-Vertreter, Microsoft verbreite eine fälschliche "Reingefallen!"-Botschaft. Dass Google Microsofts Kooperations-Angebot im Novell-Fall abgelehnt hatte, hätte gute Gründe. Microsoft hätte in Drummonds Augen dadurch leichter Anspruch auf Patente gehabt, mit denen der Konzern möglicherweise Android Schaden zugefügt hätte - und Google hätte auch noch dafür gezahlt. Dem Täuschungsmanöver sei man mit der Zurückweisung entgangen.

Microsoft: Google will gar keinen Patent-Frieden

Microsoft-Sprecher Frank Shaw reagierte darauf wiederum mit einer Serie von Tweets, die klarstellen sollten, was Drummond in seiner Reaktion nicht erwähnt hätte: "Wir haben Google Gelegenheit gegeben, mit uns um die Novell-Patente zu bieten. Sie haben 'nein' gesagt. Warum? Weil sie etwas kaufen wollen, um es gegen jemand anderen einzusetzen. Deshalb ist die Partnerschaft mit Anderen und die Reduktion von Patent-Lizenzkosten innerhalb der Branche nicht etwas, das sie verwirklichen wollten."

Eine weitere Antwort darauf wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. Warum der verbale Kampf im Patentstreit gerade jetzt intensiviert wird und welche Parteien dabei in Stellung gehen, lesen Sie im Hintergrund-Artikel.

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Erstellt am 05.12.2011