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Leben Gesellschaft

Tiercoach: Bei Husten und Schnupfen müssen sich Haustiere schonen

Infektionskrankheiten können für Haustiere gefährlich sein. Welche Behandlung Hunde und Katzen schützt und was Patienten hilft.

11/27/2022, 07:00 PM

Husten, Schnupfen, Halsweh und Fieber: Sinken die Temperaturen, steigt das Risiko für Infektionskrankheiten. Auch Katzen und Hunde können betroffen sein. Die artspezifischen Erreger verursachen bei ihnen mitunter bleibende, gar tödliche Schäden.

„Sowohl beim Katzenschnupfen als auch beim Zwingerhusten des Hundes handelt sich um einen Komplex. Die Symptome werden durch mehrere verschiedene Erreger ausgelöst“, sagt Zoodoc Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach erklärt, welche Viren bzw. Bakterien besonders gefährlich sind und was den Patienten hilft.

Erreger und Probleme bei der Katze

„Katzenschnupfen kann durch das Feline Herpesvirus, das Calicivirus, durch Chlamydien sowie durch Bordetella und Mykoplasmen ausgelöst werden“, zählt Reitl auf. Die Übertragung durch Tröpfchen oder Schmiere bringt die Patienten zum Niesen. Auch Augen, Rachen und Atemwege bis in die Lunge können befallen sein.

Die Symptome belasten vor allem Katzenbabys. Leiden die Neugeborenen unter einer Augenentzündung, kann das die Bindehaut und Hornhaut in Mitleidenschaft ziehen und schließlich blind machen. Die verstopfte Nase wiederum beeinträchtigt den Geruchs- und Geschmacksinn, beim Fressen geht den Jungtieren die Luft aus. Zu wenig Energie schwächt den Körper und das Abwehrsystem, im schlimmsten Fall verhungert der Patient.

„Im Endeffekt kann man bei den viralen Erregern meist nur die Symptome behandeln, gegen bakterielle Erreger hilft die richtige Gabe der richtigen Antibiotika“, sagt der Zoodoc. Schleimlöser tun gut. Nicht alle Katzen lassen Inhalationen zu. Kombi-Vakzine schützen vor bis zu drei Erregern des Katzenschnupfen-Komplexes und stärken das Immunsystem.

Auslöser und Symptome beim Hund

Auch Hunde können nur bedingt vor dem Pendant Zwingerhusten bewahrt werden. Die Impfung – ein Mal pro Jahr notwendig – ist vor allem für Vierbeiner empfohlen, die mit vielen Artgenossen zusammen kommen; z.B. in der Hundepension oder bei Ausstellungen.

„Ein Zwingerhusten dauert im Gegensatz zum normalen Husten bis zu drei Wochen“, sagt Reitl. Parainfluenza- und Adenoviren oder Bordetella-Bakterien sind am häufigsten verantwortlich für die Infektionskrankheit. Sie schlagen sich auf Nase, Kehlkopf, Stimmbänder und Rachen, der Husten löst zudem oft einen Würgereflex aus. Manchmal entzünden sich die Bronchien und der Patient fiebert.

„Hunde können mit Hausmitteln behandelt werden – mit einem Schal und mit Tee“, sagt der Zoodoc. Hin und wieder darf Honig den Reiz stillen und das Immunsystem stärken. Bei einem schweren Verlauf braucht es ebenfalls Antibiotika; v.a. um die Sekundärinfektionen zu behandeln. Ruhe ist jedenfalls geboten.

Schonung für alle Patienten

Der KURIER-Tiercoach schließt: „Ob Hund oder Katze: Kranke Vierbeiner sollen sich körperlich schonen und den Kontakt mit Artgenossen meiden.“ 

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen  zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at

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