Rote Rosen, weiße Lilien: Die Symbolik der Blumen

Rote Rosen, weiße Lilien: Die Symbolik der Blumen
Veilchen stehen für Demut und Bescheidenheit, rote Rosen für Leidenschaft und Liebe. Welche Bedeutung Blumen noch haben.

Einst diente die Symbolik von blumigen Bouquets zur Mitteilung von Gefühlen, die durch die Etikette unterbunden war. Welche Botschaften Blumen vermitteln, hängt nicht nur von der Sorte ab – auch die Farbe spielt eine Rolle. So bedeuten roten Rosen Liebe, weiße stehen hingegen für Tod und Abschied. Kombiniert man Farben, kann die Symbolkraft entschärft werden: So dürfen auch gelbe (Neid und Eifersucht) sowie weiße (Tod und Trauer) Blumen in den Valentinstags-Strauß.

  • Rote Rosen - stehen für Liebe, Leidenschaft und Treue: Laut antiken Sagen entstanden Rosen als Überbleibsel der Morgenröte auf Erden – sie waren zahlreichen Göttern wie der Aphrodite geweiht. Wie bei dem bekannten Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ spielen Rosen in Sagen, Märchen und Liedern eine Rolle.
  • Weiße Rosen - Verschwiegenheit, Tod und Trauer: Im Altertum waren weiße Rosen ein Zeichen der Verschwiegenheit: Seit dem Mittelalter zieren Rosenmuster viele Beichtstühle. Heute sind weiße Rosen bei Hochzeiten beliebt, allerdings steht die Farbe Weiß für Tod und Trauer, deswegen gehören weiße Rosen auch oft zu Grabkränzen und Trauerdekorationen. Die Germanen pflanzten Rosen auf Opferplätzen und Gräbern.
  • Rosa Rosen - Jugend, Wertschätzung, Freundschaft, auch für eine junge Liebe möglich: Über Jahrtausende schmückten Pfingstrosen als Symbol der Schönheit die Gärten der Kaiser.
  • Weiße Lilie - Reinheit, Weiblichkeit, Liebe und Fruchtbarkeit, bei Hochzeiten beliebt: Die heilige Mutter Gottes oder der Erzengel Gabriel werden gerne mit einer strahlend weißen Lilie dargestellt: In der Hand des Erzengels soll sie die Reinheit und Jungfräulichkeit der Madonna darstellen. Im ältesten Buch Japans aus dem Jahr 712 werden Lilien in der Hochzeitsszene des ersten Kaisers erwähnt.
  • Tulpen - Freundschaft, Familie, Liebe, Frühling: Da Tulpen für den Frühling stehen, gelten sie als Symbol der Wiedergeburt: Daher werden sie gerne zum Beginn eines neuen Lebensabschnitts, zur Geburt oder zum Valentinstag geschenkt. Obwohl Tulpen in der Sprache der Blumen für Zuneigung stehen, spiegeln sie in der Literatur und darstellenden Kunst auch die Vergänglichkeit wider.
  • Veilchen - Demut, Bescheidenheit, Unschuld, aber auch Blume der Liebe: Das Duftveilchen war zahlreichen römischen und griechischen Gottheiten geweiht: Die schöne Tochter des Atlas wurde vom Sonnengott mit seinen Strahlen verfolgt und bat Zeus um Hilfe – dieser verwandelte das Mädchen in ein Veilchen, das geschützt vor den Sonnenstrahlen im Wald wächst. Wegen seines betörenden Duftes galt es bei den Griechen als Blume der Liebe. Das erste Veilchen nach dem Winter - ein Bote des Frühlings - wurde am Wiener Hof um 1200 mit einem rauschenden Fest begrüßt.
  • Weiße Chrysanthemen – stehen für Trauer und Tod, das Herz ist frei. Die Garten-Chrysantheme wurde bereits vor 3.000 Jahren in China gezüchtet. In Frankreich symbolisieren Garten-Chrysanthemen die Trauer und stehen für Allerheiligen: In der Blumensprache spiegeln sie die Schönheit und Vergänglichkeit des Lebens wider und gehören oft zur Trauerfloristik. In Japan ist die Blume das Symbol des Kaiserhauses – der Thron wird Chrysanthementhron genannt.
  • Gladiole – Stärke, Stolz, Bewunderung: Der Name leitet sich von „Gladius“ ab, dem Wort für ein römisches Kurzschwert: Bei den Römern symbolisierten Gladiolen Stärke und auch den Sieg.

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