In this Dec. 5, 2012 photo, the sun sets behind an oil pump jack and the Rocky Mountains near Fredrick, Colo. Citizen fears about hydraulic fracturing, a drilling procedure used to pry oil and gas from rock deep underground, have made "fracking" the hottest political question in Colorado. In November, citizens in the Denver suburb of Longmont voted overwhelmingly to ban fracking despite heavy opposition from the oil and gas industry and warnings of lawsuits. Now the fracking debate is rocking small local governments _ and leaving the industry wondering how to proceed in a state that has long embraced the oil and gas industry. (Foto:Ed Andrieski/AP/dapd)

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Studie
01/05/2015

Fracking ließ die Erde beben

Energiegewinnungsmethode kann bei bestimmten Bodenstrukturen zu Erdbeben führen.

Die Gas- und Ölförderung durch Fracking kann nach Forscherangaben bei bestimmten Bodenstrukturen zu relativ starken Erdbeben führen. Ein US-Team hatte die Ursachen für ein Erdbeben im März 2014 in Poland im US-Bundesstaat Ohio untersucht. Der Grund des ungewöhnlichen Bebens sei Fracking gewesen, berichten die Wissenschafter im Bulletin der Seismologischen Gesellschaft Amerikas („BSSA“).

Es habe sich dabei um eines der stärksten Beben gehandelt, das in den USA jemals mit der umstrittenen Energiegewinnungsmethode in Zusammenhang gebracht wurde. „Die Erdbeben in der Gemeinde Poland traten in einer sehr alten, präkambrischen Gesteinsschicht auf, in der vermutlich schon zahlreiche seismische Verwerfungen vorhanden waren“, erklärte Mitautor Robert Skoumal von der Miami University in Oxford (Bundesstaat Ohio) in einer begleitenden Mitteilung der Seismologischen Gesellschaft. „Diese Bohrlochaktivität hat keine neue Verwerfung verursacht, sondern eine unbekannte, alte Verwerfung aktiviert.“ Es sei daher sinnvoll, dass Regierung, Industrie und Wissenschaft beim Fracking in Gegenden mit möglichen unbekannten Verwerfungen in Zukunft eng zusammenarbeiten.

Zeitliche Übereinstimmung

Beim Fracking wird Flüssigkeit unter hohem Druck in ein Bohrloch gepresst, um kleine Risse im Gestein aufzubrechen und darin enthaltenes Erdgas und Erdöl zu gewinnen. Dadurch ausgelöste mikroseismische Aktivitäten - quasi Kleinst-Erdbeben - sind üblicherweise so schwach, dass sie nur mit empfindlichen Geräten gemessen werden können. Die Beben in Ohio waren allerdings deutlich stärker. Das heftigste Beben im Untersuchungszeitraum erreichte die Stärke 3. Ein solches Beben kann vom Menschen gespürt werden, verursacht üblicherweise jedoch keine Schäden. Zeitgleich mit den Beben wurden in unmittelbarer Umgebung gefrackt.
Skoumal und seine Kollegen untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Fracking und den Beben. Die Forscher werteten eine Vielzahl seismischer Daten aus und identifizierten im Untersuchungszeitraum 77 Beben mit Stärken zwischen 1 und 3. Ein Vergleich der Beben mit dem Fracking in Poland zeigte eine klare räumliche und zeitliche Übereinstimmung der Ereignisse. Als das Fracking infolge der Beben eingestellt wurde, klang die seismische Aktivität ab.

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