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09/11/2012

Facebook: Taliban locken mit Fake-Nutzern

Hinter der hübschen Facebook-Freundin versteckt sich oft auch ein Terrorist. Das zeigt ein aktueller Bericht der australischen Armee, in der von konkreten Fällen gesprochen wird, in denen die afghanischen Kämpfer Soldaten geheime Informationen entlocken wollten.

Fake-Nutzer gibt es bereits seit längerer Zeit auf Sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook. Doch nun könnten diese eine vollkommen neue Dimension erhalten haben. Einem Bericht der australischen Armee zufolge hätten "Taliban unter dem Deckmantel hübscher Profilfotos Soldaten Informationen entlockt." Die afghanischen Fundamentalisten hatten sich vor allem auf Facebook als attraktive Frauen getarnt und den Soldaten hübsche Augen gemacht. Dabei erhielten sie unter anderem Informationen über Truppenstärke und Marschrouten, die vor allem für andere Soldaten ein gewaltiges Risiko darstellen.

Zerstörte Kampfhubschrauber
Das knapp 70 Seiten dicke Handbuch der australischen Armee bezeichnet neben den Maschen der Terroristen auch den richtigen Umgang mit Sozialen Netzwerken. Dabei lassen sich zahlreiche Regeln auch für zivile Nutzer umlegen. So seien viele Nutzer "naiv" und würden wichtige Informationen mit einer zu großen Zahl an Personen teilen. Auch die US-Armee begann bereits recht früh mit der Ausarbeitung entsprechender Leitfäden. Unglücklicherweise zu spät, denn 2007 verriet ein per Twitter geteiltes Foto eines AH-64 Apache Kampfhubschraubers mit Geotag dem Gegner die Position und führte so zur Zerstörung von insgesamt vier Hubschraubern.

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