Ein Glas mit einem orangefarbenen Getränk, garniert mit Orange, Zimtstange und Minze.
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Campari, Aperol und Co: Was einen perfekten Aperitivo Spritz ausmacht

Ursprünglich stimmte der Aperitivo stilvoll aufs Abendessen ein. Längst steht er für ein ganzes Lebensgefühl, besonders Spritz-Varianten boomen.

Leuchtende Farben fürs Auge, Prickeln und ein Hauch von Bitterkeit am Gaumen, gemixt mit Dolce Vita. Vermutlich ist es genau dieses Lebensgefühl, das dem Siegeszug der Aperitivo-Kultur zugrunde liegt. Besonders die Kategorie der Spritz-Getränke boomt.

Die klassische Kombination wurde in den vergangenen Jahren von einer neuen Generation entdeckt und fällt in der Barszene auf. Spritz-Varianten vermitteln in doppelter Hinsicht Leichtigkeit, befindet etwa Leonie Erthal von der „Bar Campari“ in Wien. Einerseits spiele der Trend zu weniger Alkohol mit, andererseits aber auch das eingangs erwähnte Lebensgefühl. Stilvoll und lässig, elegant und prickelnd gleichermaßen.

Neue und bewährte Geschmäcker

Bei Campari Austria bemerkt man die veränderten Bedürfnisse nach bewussterem Trinken ebenso, und auch das trage zum wachsenden Aperitivo-Trend bei. Viele Varianten sind als leichte Version oder überhaupt alkoholfrei interpretierbar. Dazu gibt es mittlerweile das gesamte Geschmacksprofil. Der orange, bitter-süße Aperol ist selbst schon ein Klassiker, Sarti etabliert sich seit rund zwei Jahren mit seinen fruchtig-tropischen Noten, und der neue Mondoro schmeckt nach seinen floralen Geschmacksnoten. Als „Italian Hugo Spritz“ soll er dem heimischen Hugo-Spritzer mit Wein Konkurrenz machen.

Die Mischung macht’s

Was den Spritz so besonders macht, ist seine unvergleichliche Mischung. Die Spirituose wird mit Prosecco gemischt, oben drauf kommt ein Schuss Sodawasser. „Für noch mehr Prickeln“, verrät Markus Vetchy, Bar-Spezialist bei Campari Austria, das Geheimnis. Kurz gesagt: Eine „3-2-1-Regel“. Und noch etwas sollte man beim Mixen für den einmaligen Geschmack nicht vergessen. Ein ausreichend großes Glas (hübsch etwa mit Stiel) vor dem Befüllen randvoll mit Eiswürfeln füllen. „Das verhindert, dass der Drink zu schnell verwässert.“

Importiert zu Kaisers Zeiten

Angeblich soll der italienische Spritz ja aus Monarchiezeiten stammen, als (ost-)österreichische Soldaten in Norditalien stationiert waren und den heimischen Spritzer mitbrachten. Den die Italiener lieber mit Bitterlikör und Prosecco statt Wein genossen.

Dann entwickelte Gaspare Campari 1860 seinen heute ikonischen Aperitif. Und seien wir ehrlich: Wenn der tiefrote, bittersüße Likör spektakulär im Glas absinkt, ist das bereits ein Teil des Vergnügens. Salute!

Ingrid Teufl

Über Ingrid Teufl

Redakteurin im Ressort Lebensart. Gesundheit, Wellness, Lifestyle, Genuss. Seit 1997 beim KURIER, Studium Geschichte/Publizistik, Germanistik, Politikwissenschaften [Mag.phil.] Mag Menschen, Landschaften und Dinge, die gut tun, gut schmecken, gut riechen, neu sind.....und darüber schreiben.

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