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03/05/2012

Deutschland plant Google-News-Abgabe

Regierungs-Koalition will Urheberrecht im Internet ausbauen. Printmedien begrüßen Reform-Vorschlag.

Die schwarz-gelbe Koalition in Deutschland will das Urheberrecht im Internet ausbauen. So sollen Suchmaschinenbetreiber mit Nachrichten-Angeboten wie Google News in Zukunft für ihre Veröffentlichung von Presseartikeln eine Abgabe an die Verlage ausschütten.  An den Geldern sollen die Autoren und Kreativen beteiligt werden. Privatleute soll es nicht betreffen, da die private Nutzung von Presseerzeugnissen im Internet kostenlos bleibt, wie im Protokoll festgehalten wurde. Demnach soll für die Pressetexte eine Schutzfrist von einem Jahr gelten.

Die deutschen Printmedien begrüßen den Vorstoß. Im digitalen Zeitalter sei ein solches Recht unverzichtbar, um die gemeinsame Leistung von Journalisten und Verlegern wirksam schützen zu können, erklärten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Montag in Berlin.

Kritiker des Vorschlages befürchten, dass das neue Gesetz auch massive Auswirkungen auf soziale Medien und Blogs haben wird, da im geplanten Text nicht genau definiert wird, ab wann im Internet etwas als gewerblich gilt. Der deutschen Regierung wird vorgeworfen, vor den Presseverlagen in die Knie gegangen zu sein. Das Blog irights.info schreibt von einem "schwarzen Tag für das Urheberrecht".

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