Cyberpolizei wäre nutzlos gegen Hacker

Foto: kba

Der Sicherheitsexperte Christian Platzer erklärt, welche Hintertüren zu Hackerangriffen führen und was dagegen zu tun ist.


Die Angriffe auf die Webseiten der SPÖ und FPÖ haben einige Fragen aufgeworfen - einerseits wer denn die Täter waren und was ihre Motive sind, aber auch, wie denn so etwas überhaupt möglich sei. Die Antwort auf die letzte Frage versuchte die futurezone im Gespräch mit dem TU-Wien-Sicherheitsexperten Christian Platzer zu finden.

Er kritisiert vor allem das Verhalten vieler Webseitenbetreiber, die Passwörter und Kundendaten unverschlüsselt speichern und somit "schwer fahrlässig" handeln würden. Das erleichtert nur die Arbeit der Hacker im Falle eines Datendiebstahls und könnte, wie im Fall von Sony, zu schweren Problemen führen.

Eine Cyberpolizei wäre, Platzer zufolge, machtlos, denn auch die könnte mögliche Angriffe nicht verhindern und das Ausforschen der Täter sei "schwer bis absolut unmöglich". Die Fehler, die diese Angriffe erst möglich machen, seien auch zumeist auf Zusatzservices und Plug-Ins von Drittherstellern sowie veraltete Programmversionen zurückzuführen. Daher stehen insbesondere Systemadministratoren in der Verantwortung, ihre Systeme gegen solche Angriffe so gut wie möglich zu schützen.

Das traut Platzer allerdings nicht einmal den Hackern von Anonymous, hintern denen er einige Personen mit ausgezeichneten Hacking-Kenntnissen vermutetet, zu. Diese "würden bei der Verteidigung eines Systems wohl ebenfalls auf verlorenem Posten stehen."

(KURIER.at) Erstellt am
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