Leben
01.12.2017

Chinese ändert Straßenmarkierung aus Frust über Stau

Der 28-Jährige wollte mit der Aktion den Verkehrsfluss erleichtern.

Ein von den täglichen Staus auf dem Weg zur Arbeit frustrierter Chinese hat zu einer ungewöhnlichen Abhilfe gegriffen. Der 28-Jährige malte kurzerhand eigene Fahrbahnmarkierungen auf eine Kreuzung im ostchinesischen Lianyungang, um den Verkehrsfluss zu erleichtern, wie die chinesische Zeitung Modern Express berichtete.

Auf Überwachungs-Videos ist der Mann zu sehen, wie er einer Markierung für Linksabbieger eigenhändig einen Geradeaus-Pfeil hinzufügte.

Während er auf dem Boden kniete und konzentriert malte, lief der Verkehr um ihn herum weiter. Im Polizeiverhör sagte der Mann, er habe festgestellt, dass immer nur sehr wenige Autos auf der Linksabbiegerspur stünden, während sich auf den anderen Spuren die Fahrzeuge stauten - also habe er einfach eine weitere Spur schaffen wollen, auf der die Autos geradeaus fahren können.

Geldstrafe ausgefasst

Die Behörden wiesen Straßenarbeiter an, die Markierung zu entfernen. Die Polizei belegte ihn mit einer Geldstrafe von 1.000 Yuan (126 Euro), ließ ihn aber laufen. "Weil du noch jung und einigermaßen ehrlich bist, werden wir dich dieses Mal nicht festnehmen, verstanden?", sagte ein Polizist in dem Video vom Verhör zum 28-Jährigen.