Leben
25.09.2017

Backen für Hund und Katz

Leckerlis lassen sich auch zuhause zubereiten - dabei gilt es, einiges zu beachten.

Ein getrocknetes Ochsenohr für den Hund, eine mit Lachs gefüllte Knuspertasche für die Katze – Haustierbesitzer belohnen ihre Lieblinge gerne mit kulinarischen Köstlichkeiten. Statt fertige Naschereien im Supermarkt zu kaufen, backen immer mehr Tierfreunde die Leckerlis selbst. "Es macht ihnen Spaß und sie wollen ihren Tieren etwas Gutes tun", erklärt KURIER-Tiercoach Katharina Reitl den Trend.

Mehr Kontrolle über Inhaltsstoffe

Die Tierärztin aus der Ordination Schönbrunn verweist aber auch auf gesundheitliche Vorteile: „Leckerlis aus dem Supermarkt enthalten oft Konservierungsstoffe. Zudem gibt es Tiere, die eine Allergie haben. Mit der selbstgemachten Variante hat man mehr Kontrolle über die Inhaltsstoffe." Trotzdem gibt es auch bei den hausgemachten Keksen einiges zu beachten. "Man sollte nur qualitativ hochwertige Zutaten für die Leckerlis verwenden", rät der Tiercoach. Geeignet sind Zutaten wie Hühner- oder Rinderfleisch, Thunfisch oder Sardine, Eier, Hefe, Karotten oder Kräuter. "Prinzipiell sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt." Katzenbesitzer sollten bei Getreide vorsichtig sein: " Katzen vertragen Getreide nicht so gut wie Hunde. Beim Backen sollte diese Zutat nur in geringen Mengen verwendet werden", sagt Reitl.

Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen

Ein Tabu für Naschkatzen und -hunde ist Schokolade: Der enthaltene Stoff Theobromin ist für die Tiere giftig und kann sogar eine Herzfrequenzstörung hervorrufen. Auch Macadamianüsse sind gefährlich. "Bereits kleine Futtermengen führen zu Lähmungen", warnt Reitl. Avocado oder Rosinen gehören ebenfalls nicht auf die Zutatenliste. Ob hausgemacht oder nicht – Leckerlis sollten nur in Maßen verfüttert werden. Denn alles, was schmeckt, enthält meist viel Fett und macht dick. "Die Menge der Leckerlis muss in der Tagesessensmenge berücksichtigt werden und darf die täglichen Mahlzeiten nicht ersetzen." Eine ausgewogene Ernährung ist am gesündesten – für Zwei- und für Vierbeiner.

Rezept: Gesunde Tierkekse

Zutaten:

1/2 Tasse Huhn, Leber oder Fisch, fein zerkleinert

1 Tasse Semmelbrösel oder weichgekochte Haferflocken

1 TL Rapsöl

1 Ei

1/2 TL Hefe

Zubereitung: Alle Zutaten miteinaner vermengen und kleine Kekse formen. Leckerlis bei 150 Grad ca. 8 Minuten backen. Die Kekse halten im Kühlschrank 2-3 Wochen.