7 Tipps: Erstes Handy für mein Kind

Zwischen 7 und 10 Jahren bekommt die Mehrheit der Kinder ein Handy. Welche Spielregeln Eltern vor dem Kauf vereinbaren sollten.

 

Kind: "Alle meine Freunde haben ein Handy!" Mutter: "Wenn mein Kind alleine nach Hause kommt, kann ich es erreichen."

Eltern und Kinder haben unterschiedliche Erwartungen an Handys, aber die Hälfte der jungen Menschen zwischen 6 und 13 Jahren besitzt ein eigenes Telefon. In der dritten Klasse Volksschule ist es rund ein Drittel.

Mit diesen sieben Experten-Tipps finden sie den besten Einstieg in die Handy-Phase. Tipps für den Umgang mit dem Handy bietet auch der Handy-Kinder-Kodex.

Wann ist es Zeit? Medienexperten empfehlen, Kindern ab etwa zehn Jahren ein Handy zu erlauben. Je nach individueller Situation ist es schon vorher sinnvoll - wenn es zum Beispiel am Nachmittag alleine zum Fußballtraining geht.

Welches Modell? Die wohl wichtigste Frage: Muss es ein Smartphone sein oder soll Ihr Kind mit dem Handy nur telefonieren können. Davon hängt auch die Telefongebühr ab: Für kurze Notfalls-Telefonate reicht eine Wertkarte, zum Surfen muss auch das Internet abgedeckt sein. Also eine Kostenfrage.

Wieviel Gruppendruck wollen Sie zulassen? Muss es gleich ein Edel-Phone sein, das Begehrlichkeiten weckt, oder reicht auch ein älteres Modell? Beides hat eine Wirkung auf den Freundeskreis Ihres Kindes.

Wann ist Handy-Pause? Viele Schulen erlauben kein Telefonieren während der Unterrichtszeit, andere wollen auch in der Pause lieber persönliche Kommunikation als Bildschirm-Orientierung. Und noch viel wichtiger: Welche Regeln gelten zu Hause, zum Beispiel beim Essen, während des Lernens oder am Abend? Das sollte vor dem Handykauf klar festgehalten werden. So ersparen Sie sich später viele Streitereien

Was sind die Sanktionen bei Fehlverhalten? Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Regeln und was geschieht, wenn es sich nicht daran hält. Am besten sind logische Konsequenzen. Beispiel: Wenn du beim Lernen vom Telefon abgelenkt wirst, musst du es währenddessen im Wohnzimmer lassen.

Internet oder nicht? Das Smartphone ermöglicht den Kindern einen uneingeschränkten Zugang zum Internet, mit allen Gefahren, die das für unerfahrene Einsteiger bringt. Reden Sie jedenfalls mit Ihrem Kind über die Konsequenzen von frei zugänglichen Selfies und über Mobbing. Auf www.saferinternet.at finden Eltern wertvolle Tipps zum Thema.

Suchfunktion: Kinder passen vielleicht nicht gut genug auf ihr Telefon auf. Damit das Telefon leichter auffindbar ist, kann man eine Tracking-Funktion aktivieren lassen, die bei Bedarf am Computer anzeigt, wo sich das Telefon befindet. Praktischer Nebeneffekt: Im Alltag erkennt man dann auch, wo das Kind ist.

Matthew Abeler ärgerte sich darüber, dass seine Kinder auch beim Essen ständig mit dem Handy spielten. In seinem Kurzfilm Pass the Salt  (Gib mir bitte das Salz) bringt er das Problem auf den Punkt.

(KURIER) Erstellt am
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