APA13524058-2 - 03072013 - ERL - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT KI - Michael Kupfer (Mitte) als "Conte di Luna", Hermine Haselböck (liegend) als "Azucena" und Ensemble am 28. Juni 2013 während der Hauptprobe zur Oper "Il Trovatore" in Erl. Die Oper hat im Rahmen der Festspiele Erl am 06. Juli 2013 Premiere. APA-FOTO: ROBERT PARIGGER

© APA/ROBERT PARIGGER

Festival-Eröffnung
07/05/2013

"Viva Verdi" bei den Sommerfestspielen Erl

Nach einem Auftakt mit Wagner steht heuer bei den 16. Tiroler Festspielen Erl Verdi im Mittelpunkt.

von Werner Rosenberger

Gefeiert wurden die Festspiele Erl schon in den vergangenen Jahren für ihre Wagner-Inszenierungen. Die Eröffnung am Donnerstag unter dem Motto „Wagner, Franui und Co.“ hat die Osttiroler Musicbanda Franui, ausgestattet mit Bläsern, Streichern, Hackbrett, Harfe und Zither, u. a. mit einem „Rheingoldcocktail“ gestaltet.

Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner verwies in seiner Rede auf das Glück einer fast nun schon 70-jährigen Periode ohne Krieg in Europa: „Ein solcher Frieden hat keinen Preis, und weil er keinen Preis hat, dürfen wir Europa nicht auf die rein ökonomische Dimension beschränken.“ Hier ginge es um viel mehr. Haselsteiner plädierte vor allem für eine aufrichtige Haltung gegen Nationalismus, gegen Neid und gegen Gier.

Nach Wagner: Verdi

Das Festspielorchester packte u. a. den „Wach auf“-Chor aus den „Meistersingern von Nürnberg“, die „Holländer“- und die „Tannhäuser“-Ouvertüre, „Freudig begrüßen wir die edle Halle“ und „Gesegnet soll sie schreiten“ aus dem „Lohengrin“ in ihr Wagner-Potpourri. Es war aber trotz 200-Jahr-Jubiläum zugleich das letzte Mal, dass Wagner am diesjährigen Programm zu finden ist. Denn sonst heißt es bis 28. Juli vor allem „Viva Verdi“ – mit Blick auf den Co-Jubilar, dessen 200. Geburtstag 2013 ebenfalls begangen wird.

Am Freitag hatte Verdis „Rigoletto“ in einer Erler Fassung Premiere. Neuinszenierungen von „Il Trovatore“ und „La Traviata“ komplettieren dann Verdis „Trilogia Popolare“ im neuen, vom Wiener Büro Delugan Meissl Architekten geplanten Haus.

Das hat den größten Orchestergraben der Welt.

Höhenverstellbar kann er 160 Musiker wie nichts versenken. „Man soll sich das ganz genau vorstellen: In Erl, diesem 1500-Seelen-Dorf im Norden Tirols, sind nicht nur die Wiesen grüner als in Bayreuth“, schrieb die Zeit. „Der Orchestergraben ist auch größer als der in Wien.“

Festival-Gründer und Intendant Gustav Kuhn dirigiert heuer alle neun Beethoven-Symphonien. Ihm kommt’s auf „die Balance an zwischen dem, was qualitätsvoll gestaltet wird, und der Lust an der Kunst“.

Die ersten Winterfestspiele hatten bereits eine Auslastung von 98 Prozent. Und werden im Sommer sogar noch getoppt mit 100 Prozent. „Wir machen jetzt zwischen den Festivals eine Jugendschiene auf“, sagt Kuhn. „Es gibt eine sehr glückliche Zusammenarbeit mit Servus TV, wo man an unserer Kulturarbeit sehr interessiert ist. Wir haben also die zwei Festspiele und dazwischen legen wir punktuell Dinge, die wir für wichtig halten. Mir zum Beispiel sind Mozart und Bach als musikalisches Zentrum ungeheuer wichtig.“

INFO: Giuseppe Verdi in Erl


Programm bis 28. Juli
Wiederaufnahme von „Nabucco“, „Rigoletto“, „Il Trovatore“ und „La Traviata“ in Neuinszenierungen; und alle Beethoven-Symphonien.

Kammermusik
Montags in ausgefallenen Ensemble-Kombinationen. Dienstag: Davide Cabassi mit Freunden. Mittwoch: Konzerte in der Pfarrkirche Erl; Donnerstag im Gasthof Blaue Quelle.

ww.tiroler-festspiele.at

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