Kultur
16.11.2018

"The Kominsky Method": Michael Douglas in neuer Netflix-Comedy

Wie geht Älterwerden in Hollywood? Damit beschäftigt sich die skurrile Serie von „The Big Bang Theory“-Macher Chuck Lorre.

Was macht man in Los Angeles, der Stadt der Jungen und Schönen, wenn man alt ist?

Mit dieser Frage muss sich der ehemalige Schauspielstar Sandy Kominsky ( Michael Douglas) in der neuen Netflix-Serie „The Kominsky Method“ auseinandersetzen. Zur Seite steht ihm dabei Norman Newlander (Alan Arkin), sein langjähriger Agent und bester Freund.

Beide Hauptdarsteller sind Oscar-Preisträger: Der glatzköpfige Arkin holte seinenmit der skurrilen Rolle als sex- und drogenbesessener Großvater in „Little Miss Sunshine“ (2009), Douglas überzeugte 1988 als aalglatter Finanzhai in Oliver Stones Börsendrama „Wall Street“.

In „The Kominsky Method“ sinnieren Arkin und Douglas über das Leben – und ihre Alterswehwehchen. Zu besprechen gibt es da genug. Etwa: Wo ist das nächste Klo, wenn man schon wieder pinkeln muss?

Die skurrilen Protagonisten haben es nicht leicht: Sandys große Schauspielkarriere ist vorbei, statt Filme zu drehen, gibt er Unterricht. Doch wirklich befriedigend ist das nicht und seine Schüler nerven ihn. Und dann wird auch noch „eine nette Form von Krebs“ bei ihm diagnostiziert – von einem kuriosen Urologen, den Danny DeVito verkörpert. Norman wiederum muss nach 40 Ehejahren seine todkranke Frau pflegen. Seine Tochter (Lisa Edelstein, „The House“) ist tablettensüchtig.

Produzent der rührenden Komödie ist Chuck Lorre, Schöpfer von Serienhits wie „Two And A Half Men“ und „ The Big Bang Theory“. In der neuen Produktion schlägt Lorre leisere Töne an, es gibt auch – anders, als man es von seinen Serien gewohnt ist – keine Lacher aus der Konserve. Dafür Augenzwinkern: „The Big Bang Theory? Das ist doch Einheitsbrei!“, heißt es in der ersten Folge.

„The Kominsky Method“ ist ab heute beim Streamingdienst Netflix abrufbar.