Kultur
15.01.2018

Serientipp: "The End of the F***ing World"

Das extraharte emotionale Leben zweier Teenager.

Das Leben ist hart, und das Leben als Teenager ist extrahart. Und wenn man dann noch Außenseiter, ein bisschen (oder recht viel) anders als die anderen und kein Model ist, dann ist das Leben , nun ja, bescheiden.

Das ist allgemein bekannt, war oft schon Stoff für Filme und Serien und Popsongs – und ist auch längst im Streamingfernsehen angekommen. Die neueste Ausformung davon: "The End of the F***ing World" auf Netflix.

Die Serie dreht sich um ein Außenseiterpaar, das von zu Hause abhaut – unter schwierigsten Startbedingungen: Er (James, gespielt von Alex Lawther) würde gerne einen Menschen umbringen, sie (Alyssa, gespielt von Jessica Barden) wurde von Baby-Zwillingen und einem fiesen, neuen Mann der Mutter ins Abseits gedrängt.

Beide haben, für heute unvorstellbar, kein Handy.

Und ziehen gemeinsam los – in einem verdrehten, kaputten, mal lustigen, mal Mitleid erregenden Road Trip durch die britische Provinz, dort, wo es so richtig trostlos ist.

Und sie finden zwischen Schotterstraßen, Tankstellen, geklauten Autos und trübem Wetter Schwierigkeiten, die alle Teenager kennen: Wie funktioniert das gleich mit dieser Nähe? Mit diesem Sex? Und sie finden auch Schwierigkeiten, die wohl die wenigsten Teenager kennen. Es sei nicht all zu viel verraten, aber, ganz allgemein: Die Erwachsenen sind in jeder Beziehung eine Enttäuschung. Dementsprechend wenig verlockend ist das Erwachsenwerden.

Und einen Menschen umzubringen kann auch ganz anders sein, als man es sich ausmalt.