Seine raffinierten Porträts waren das Statussymbol schlechthin

Typenporträts von Frans Hals: eine Dirne und der schwarzbemalte „Pekelharing“
Eine große Ausstellung schickt sich an, den Maler Frans Hals (ca. 1582 – 1666) für die Gegenwart interessant zu machen

Es deutet zu Beginn nichts darauf hin, dass wir es mit Malerei zu tun haben, die 400 Jahre alt ist: Eine meterhohe Abbildung von abstrakt wirkenden Pinselstrichen empfängt im Sonderausstellungstrakt des Amsterdamer Rijksmuseums, in kühlen Neonbuchstaben ist der Name „Frans Hals“ daneben gesetzt.

Der Ansturm auf den Künstler, der hier wie ein cooler Zeitgenosse präsentiert wird, ist zwar nicht ganz so groß wie ein Jahr zuvor, als in denselben Räumen Johannes Vermeer zu sehen war – beträchtlich ist er doch: Bereits 160.000 verkaufte Tickets meldete das Haus zuletzt für die Schau, die bis 9. Juni läuft und ab 12. Juli in der Nationalgalerie Berlin zu sehen sein wird. Zuvor zog Hals in der National Gallery in London über 90.000 Besucher an.

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