Ballerina Maria Yakovleva tanzt an der Seite von Vladimir Shishov in Richard Strauss’ Ballett „Verklungene Feste“ an der Staatsoper.

© /Wiener Staatsballett/Michael Pöhn

Interview
02/04/2015

Maria Yakovleva: "Russen tanzen mit der Seele"

Die russische Ballerina über Richard Strauss' Ballett "Verklungene Feste", das am Mittwoch in der Staatsoper Premiere feiert.

von Elisabeth Hofer

Ballett. Die Tänzerin Maria Yakovleva streut ihrem Choreografen Rosen. John Neumeier wisse wie kein anderer, wie das entscheidende Ziel eines Ballettabends erreicht werden kann: Die eigentliche Herausforderung bestehe nämlich nicht in technisch schwierigen Choreografien. Sondern darin, dem Publikum eine Geschichte zu erzählen und Gefühle zu vermitteln, sagt Yakovleva im KURIER-Gespräch.

Und deswegen ist es für die Tänzerin "eine Ehre", mit Neumeier die 2008 in Hamburg uraufgeführte Choreografie von Richard Strauss’ Ballett "Verklungene Feste" erarbeiten zu dürfen. Am heutigen Mittwoch ist in der Wiener Staatsoper Premiere, das Staatsballett zeigt das Werk zusammen mit der Neumeier-Choreografie "Josephs Legende".

Die Handlung von "Verklungene Feste" entführt ins Paris der 1830er-Jahre: Ein alternder Herzog wünscht sich nichts sehnlicher, als den Zauber verklungener Feste wieder aufleben zu lassen. Dabei sollen ihm eine Primaballerina und der erste Solotänzer der Pariser Oper zu Hilfe kommen, indem sie auf einem Fest alte Tanzstile darbieten.

Viel beschäftigt

Die gebürtige Russin und erste Solotänzerin des Staatsballetts Yakovleva hat derzeit viel zu tun. Sie probt nämlich zusätzlich für die Eröffnung des Opernballs am 12. Februar, und ab Mai wird Yakovleva an der Volksoper in "Ein Reigen" zu sehen sein. Außerdem besucht sie viele Ballettgalas im Ausland. Dort hat sich der Ruf des Wiener Staatsballets zuletzt stark verbessert, erzählt die Tänzerin. Das liege vor allem an der neuen Direktion, den Tourneen und den unterschiedlichen Stilen, die die Wiener Compagnie auszeichnen und Wien für Ballettkenner auf der ganzen Welt attraktiv machen würden. Warum es dennoch so wenige österreichische Ballettgrößen gebe, darauf weiß sie keine Antwort. Nur: "Wir Russen tanzen mit der Seele, vielleicht ist das der Unterschied", sagt sie.

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