ARD GOODFELLAS - DREI JAHRZEHNTE IN DER MAFIA (goodfellas), USA 1989, Regie Martin Scorsese, am Sonntag (24.08.08) um 23:30 Uhr im Ersten. Falsche Umarmung: Jimmy (Robert De Niro, li.) ist bereit, seinen Freund Henry (Ray Liotta) ans Messer zu liefern. © ARD Degeto/Warner Bros. Entertainment All Rights Reserved - honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit o. g. Sendung bei Nennung Bild: "ARD Degeto/Warner Bros. Entertainment" (S 2), Programmplanung und Presse (069) 1509-334 oder -335

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70. Geburtstag
08/14/2013

Robert De Niro: Der Mann fürs Extreme

Seine Arbeit mit Martin Scorsese machte ihn zum Star. Er ist es noch und dreht munter weiter.

von Susanne Lintl

Er spielt seine Rollen nicht. Er lebt sie. Travis Bickle, den in den Wahn abdriftenden „Taxi Driver“, der am Ende Amok läuft. De Niro schoss sich damals, 1976, am Schießstand die Finger wund, um den Revolverschützen glaubhaft darstellen zu können.

Oder sein Jake LaMotta in „Wie ein wilder Stier“: Monatelanges Boxtraining, Cuts, Prellungen. 25 Kilo Gewichtszunahme, um als Boxer glaubwürdig zu wirken.

„Es kommt darauf an, dass du mit Sorgfalt an deine Arbeit herangehst“, sagte De Niro in einem seiner raren Interviews, die er scheut wie der Teufel das Weihwasser. Er wolle sich über seine Arbeit definieren, und die sei gut, lautet das Credo des New Yorkers, der am Samstag 70 Jahre alt wird.

Der Star De Niro wäre nicht denkbar gewesen ohne Martin Scorsese: ohne den Mann, der ihn förderte und entdeckte, der ihm die richtigen Rollen gab und ihm damit zu Ruhm und Reichtum verhalf.

Scorsese besetzte den damals 30-Jährigen in „Taxi Driver“ und in „Wie ein wilder Stier“, danach in den Mafia-Dramen „Hexenkessel“, „Goodfellas“ und im Thriller „Kap der Angst“. Immer in extremen Rollen, als Killer, Psychopath, als tickende Zeitbombe. In acht Filmen insgesamt. De Niro ließ sich bereitwillig darauf ein: „Ich könnte sogar einen Truthahn spielen und wäre noch überzeugend“, erklärte er damals selbstbewusst.

Zwei Mal erhielt die lebende Schauspiellegende den Oscar (für „Der Pate“ und „Wie ein wilder Stier“), sieben Mal wurde er nominiert. Die letzte Nominierung erhielt er vergangenes Jahr für seine Darstellung des Vaters in der Tragikomödie „Silver Linings Playbook“.

New-York-Urgestein

Nach Hollywood hat sich der eingefleischte New Yorker nie locken lassen. Nach 9/11 demonstrierte er Solidarität, indem er das Tribeca Film Festival gründete, um auf diese Art die Wiederbelebung des angeschlagenen Stadtteils in Manhattan zu unterstützen. Inzwischen ist das Festival ein Fixpunkt der Arthouse-Szene.

In New York lebt De Niro auch mit seiner großen Familie, die zwei Ehefrauen und sechs Kinder umfasst. Zuletzt wurde er vor zwei Jahren Vater. „Kinder sind alle Mühe wert“, gibt er sich als überzeugter Patriarch.

Am Ende mit seinem Spieldrang ist De Niro noch lange nicht: Im November kommt seine neue Komödie „Last Vegas“ in die Kinos. Mit Michael Douglas, Morgan Freeman und Kevin Kline die geballte Senioren-Power. Aus dem wilden Stier ist ein fröhlicher Oldie geworden.

Erfolgreicher Unternehmer mit sechs Kindern

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