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Möchte weitermachen: Direktorin Danielle Spera

© APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER

Kultur
09/06/2021

Prominenten-Komitee fordert Verbleib von Danielle Spera

Bierlein, Wrabetz, Heller, Rabl-Stadler etc. appellieren, dass der Vertrag von Spera als Chefin des Jüdischen Museums verlängert wird.

von Thomas Trenkler

Prominente Persönlichkeiten – darunter Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, Multimediakünstler André Heller und Rektorin Ulrike Sych – setzen sich in einem offenen Brief an den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig für einen Verbleib von Danielle Spera als Direktorin des Jüdischen Museums ein.

Bekanntlich läuft der Vertrag von Danielle Spera, die das Jüdische Museum Wien seit 2010 leitet, im Juni 2022 aus. Der Posten wurde daher ausgeschrieben, dieser Tage finden die Hearings statt (die Wien Holding als Mutterunternehmen lud fünf Personen ein).

Spera sei es in den vergangenen Jahren "gelungen, das Jüdische Museum Wien mit Leben zu erfüllen, es zu öffnen, für eine breite Besucherschicht interessant zu gestalten und gleichzeitig auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau zu halten". Mit dem Lichtzeichen „OT“ von Lukas Maria Kaufmann zur Kennzeichnung von 25 Wiener Synagogen, die 1938 zerstört wurden, habe sie „das Museum auch im Stadtraum etabliert“.

Die Unterzeichner richten daher den Appell an Ludwig, „den Vertrag von Danielle Spera zu verlängern, um zu garantieren, dass der erfolgreiche Weg des Jüdischen Museums Wien fortgesetzt wird“. Getragen wird die Aktion auch von Mercedes Echerer, Karin Bergmann, Naomi und Timna Brauer, Herbert Föttinger, Clemens Jabloner, Erwin Javor, Peter Huemer, Max Kothbauer, Marcel Landesmann, Marika Lichter, Brigitte Kowanz, Peter Marboe, Andreas Mailath-Pokorny, Heinrich Neisser, Cornelius Obonya, Karl Regensburger, Peter Schöber, Victor Wagner und Christiane Wenckheim.

Danielle Spera wurde 1957 in Wien geboren. Von 1978 an, noch während ihres Studiums der Publizistik und Politikwissenschaften, arbeitete sie für den ORF: in der Auslandsredaktion, als Korrespondentin und schließlich als Moderatorin der „ZiB“. Spera ist mit Martin Engelberg verheiratet, der als Nationalratsabgeordneter für die ÖVP im Parlament sitzt. In der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) steht Engelberg in Opposition zur stimmenstärksten Liste Atid von Ariel Muzicant und Oskar Deutsch. Als Vertreter der IKG ist Muzicant in die Entscheidung über die Leitung des Jüdischen Museums involviert.

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