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Petra Hartliebs Politkrimi „Buberlpartie“: Rechts und anders radikal

Petra Hartliebs neuer Roman „Buberlpartie“ beschäftigt sich mit Nachrichtendienstlücken und extremen Tendenzen bei FPÖ-Sympathisanten.
Eine Frau steht vor einem Bücherregal und hält einen Stapel Bücher im Arm.

Polizistin Alma Oberkofler steht kurz vor einem Osterurlaub, als sie beim Kaffee mit ihrer Freundin, der Buchhändlerin Julia, Zeugin davon wird, wie ein Auto in ein jüdisches Lokal fährt und eine massive Explosion folgt. So beginnt der neue Krimi „Buberlpartie“ von Auch-Buchhändlerin Petra Hartlieb. Es ist der zweite mit der Ermittlerin Oberkofler nach „Freunderlwirtschaft“.

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Petra Hartlieb: „Buberlpartie“. Dumont.

384 Seiten. 19,95 Euro

Einiges ist – scheinbar – schnell klar: Die Todesopfer des offensichtlichen Anschlags sind ein jüdischer Gastronom, seine ebenfalls jüdische Kellnerin und außerdem ein linksgerichteter Chefredakteur und Aufdeckerjournalist einer Zeitung namens „Stadtanzeiger“. Im Auto saß ein Bau- und Immobilienunternehmer mit dem fast Nestroy’schen Namen Schotterer. Er war radikalisierter Anhänger der „Heimatpartei“. Diese Partei, deren Chef übrigens Harald Hackl heißt, steht prognostizierterweise vor einem Erdrutschwahlsieg. Schotterer galt als Ministeranwärter.

Hartlieb verwebt in dem Krimi geschickt tatsächliche Korruptionsfälle, rechte Radikalisierungsentwicklungen inklusive Reichsbürgerkontakten, waffenbestückte Waldhütten sowie BVT-Turbulenzen mit eigentlich nur leichten Zuspitzungen der politischen Realität und viel Lokalkolorit.

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