"Peer Gynt": Ein später Triumph für das Volkstheater

"Peer Gynt": Ein später Triumph für das Volkstheater
Henrik Ibsens „Peer Gynt“ in der Regie von Viktor Bodó – eine knallbunte Sinnsuche, die der Lust am Spiel hemmungslos frönt.

Als „nordischer Faust“ wird Henrik Ibsens groß angelegtes, fünfaktiges, aberwitziges (Traum-)WeltendramaPeer Gynt“ gerne bezeichnet. Und das trifft es ja auch ganz gut. Denn wie Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ will bekanntlich auch Ibsens Titelheld die Welt aus den Angeln heben, will Kaiser, Prophet werden – ohne Rücksicht auf menschliche Verluste. Und ist dabei doch stets nur auf der Suche nach seinem eigenen Selbst, seinem inneren Kern.

Ohne Rücksicht auf Verluste hat sich auch Regisseur Viktor Bodó bei der letzten Premiere im Haupthaus – es wird umgebaut und saniert, das Volkstheater weicht ab Jänner ins Museumsquartier aus – diesem Stoff genähert.

Mit Erfolg. Denn Bodós „Peer Gynt“ gehört mit Abstand zum Besten, das in der Direktion von Anna Badora zu sehen war – und ist.

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