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Kultur
07/08/2020

Originell, nicht original: Banksy-Schau kommt nach Wien

Der anonyme Künstler bezeichnet Ausstellung als „Fake“

von Michael Huber

„Copyright ist etwas für Verlierer“, gab der geheimnisvolle Künstler Banksy einmal zu Protokoll. Mit dieser Attitüde ist eine Schau, die mit Druckgrafiken und Werkreproduktionen des (vermutlich) aus Bristol stammenden Street Art-Stars durch die Lande tingelt, schwer zu verhindern: Ab 23. Juli kommt die Wanderausstellung „The Art of Banksy“ nun auch in die Wiener Sofiensäle, Tickets sind ab heute erhältlich.

Organisiert wird die Schau von Kemal Gürkaynak, der die Wanderausstellung 2016 erstmals in Istanbul zeigte und von einer „Hommage“ an den Künstler spricht. Auf Banksys offizieller Website klingt das anders: „Diese Ausstellungen wurden ohne jegliches Wissen oder Beteiligung des Künstlers organisiert und sollten entsprechend behandelt werden“, heißt es da.

Juristisch unterbunden hat der Künstler die Schau bisher nicht – nur in Mailand ging seine Agentur „Pest Control“ (wörtlich: „Schädlingsbekämpfung“) gegen Merchandising-Produkte vor. Sie werden nun nicht mehr angeboten. Banksys ambivalente Haltung zum Copyright lässt die Veranstaltung in einem Graubereich. Seitens des Wiener Teams heißt es, die Schau sei ein Kanal, um Banksys Werk an die Öffentlichkeit zu bringen: „Man kann ja nicht jedem Werk nachreisen“.

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