Kultur 15.12.2011

ORF-Gebühren steigen weiter

Auch beim ORF hat man das Problem luxuriöser Altersversorgung. © Bild: AP

Wien wird den Landesanteil an den Rundfunkgebühren auf 28,85 Prozent erhöhen. Insgesamt wären dann 21,7 Euro mehr im Jahr zu bezahlen.

Die ORF-Gebühren werden, wie schon länger bekannt ist, steigen - doch nicht nur sie. In Wien wird auch die sogenannte Landesabgabe erhöht. Es ist dies jener Betrag, der mit den ORF-Gebühren eingehoben wird, der aber nicht dem Sender zugutekommt, sondern für kulturelle Zwecke des jeweiligen Bundeslandes verwendet wird. Da der Wiener Beitrag prozentual an die ORF-Gebühr gekoppelt ist, wäre der Betrag kommendes Jahr ohnehin gestiegen.

Allerdings geht Wien noch einen Schritt weiter und erhöht auch gleich den Prozentanteil, wie das Büro von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny der APA mitteilte. Was bedeutet: Momentan beträgt die Abgabe 26,75 Prozent der ORF-Gebühr bzw. 4,45 Euro pro Gebührenzahler. Ab 1. Juni 2012 wird der Beitrag auf 28,85 Prozent bzw. 5,10 Euro angehoben. Dies entspreche, so wird betont, der Höhe des Betrages etwa in Kärnten oder der Steiermark.

Insgesamt 21,7 Euro mehr im Jahr

Insgesamt ergäbe dies nun - bei einer Erhöhung der ORF-Gebühr von 15,10 auf 16,16 Euro - eine Mehrbelastung von 2,1 Euro im Monat. Die monatliche Gesamtgebühr läge dann bei 25,16 Euro statt bei bisher 23,06 Euro. Übers Jahr gerechnet wären für Wiener Haushalte in Summe also 25,2 Euro mehr zu bezahlen.

Im Kulturressort wird bekräftigt, dass die letzte Valorisierung längere Zeit zurückliegt - konkret sechs Jahre. Jährlich seien nun, was die Landesabgabe betrifft, rund 7,80 Euro mehr zu bezahlen, was lediglich dem Gegenwert einer Kinokarte entspreche, wurde argumentiert. Mit den Einnahmen werden unter anderem die Altstadterhaltung, Film oder Neue Medien finanziert.

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Erstellt am 15.12.2011