Kultur
20.06.2012

Oper: Bachler bleibt bis 2018 in München

Der Vertrag des Intendanten Nikolaus Bachler mit der Bayerischen Staatsoper wird verlängert, dafür verlässt Musikdirektor Kent Nagano das Haus.

Großer Medientag für die Bayerische Staatsoper: Zum einen hat das Münchner Vorzeigehaus am Mittwoch sein Programm für die Saison 2012/2013 vorgestellt. Und zum anderen wurde bekannt, dass der seit 2008 amtierende Intendant Nikolaus Bachler noch bis 2018 Chef der Staatsoper bleiben wird. "Wir sind uns mit Herrn Bachler einig", bestätigte eine Sprecherin des bayerischen Kunstministeriums am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Bachlers derzeitiger Vertrag läuft im August 2013 aus, wobei die Gremien einer Verlängerung noch zustimmen müssen.

Der Vertrag von Generalmusikdirektor Kent Nagano läuft hingegen im kommenden Jahr definitiv aus. Auf den zurückhaltenden, gebürtigen US-Amerikaner mit japanischen Wurzeln folgt dann der russische Dirigent Kirill Petrenko - Bachlers expliziter Wunschkandidat für den Posten. Er blicke auf "sieben Jahre höchster musikalischer Erfüllungen und Offenbarungen" zurück, beschied Nagano München in einem offenen Brief. Der Dirigent, der 2006 als Nachfolger von Zubin Mehta in die bayerische Hauptstadt gekommen war, wird auch nach seinem Rückzug Direktor des Orchestre symphonique de Montreal bleiben.

Zunächst steht aber noch die siebente und letzte Spielzeit für Nagano in der Staatsoper an. Dabei will er drei Neuinszenierungen seinen musikalischen Stempel aufdrücken: Der Oper "Babylon" von Jörg Widmann am 27. Oktober, für die Peter Sloterdijk den Text geschrieben hat, Modest Mussorgskys "Boris Godunow" und "Written on Skin" von George Benjamin als deutscher Erstaufführung. Und im Wagner-Jubiläumsjahr 2013 kommt man natürlich auch in München nicht um "Tannhäuser", "Parsifal", "Tristan und Isolde" und den "Ring des Nibelungen" herum.

Insgesamt stehen in der kommenden Saison acht Premieren auf dem Spielplan. Dazu zählen auch die drei Verdi-Neuinszenierungen "Rigoletto", "Simon Boccanegra" und "Il trovatore". Hinzu kommt eine Neuinterpretation der Märchenoper "Hänsel und Gretel". Und zu guter Letzt stellt das Opernstudio Hans Werner Henzes "Elegie für junge Liebende" auf die Beine.

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