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Kultur
01/15/2020

Oops! Kunstgalerie protzt mit angeblicher Britney-Spears-Schau

Eine südfranzösische Galerie macht mit der Ankündigung einer Einzelaustellung des Pop-Superstars Schlagzeilen.

von Peter Temel

Es klingt zunächst einmal nach einem großen Coup, den die südfranzösische Galerie Sympa da via Instagram verkündet hat: "Wir sind wirklich aufgeregt, dass wir die erste Einzelausstellung von Britney Spears in einer Kunstgalerie ankündigen können." Am 18. Jänner soll die Vernissage über die Bühne gehen, garniert wird das mit den Hashtags #britneybitch, #artsyfartsy und #sometimesyoujustgottaplay. Letzteres ist ein Spears-Zitat.

Ein Foto von einem Bild, das der Pop-Superstar tatsächlich gemalt hat, soll die Ernsthaftigkeit unterstreichen. Dieses in einem naiven Stil gemalte Blumenmotiv sorgte im Oktober 2017 für Aufsehen. Spears veröffentlichte damals ein Instagram-Video, das sie als leicht bekleidete Künstlerin zeigt, die genau dieses Aquarell malt. Dabei verwendete Spears auch das Zitat "sometimes you just gotta play!!!!!" 

Wenig später wurde das Bild für Charity-Zwecke an den britischen CBS-Lifestyle-Reporter Robin Leach verkauft. Für 10.000 Dollar. Leach ist mittlerweile verstorben.

Ob Spears sich öfter so spielt, oder ob der Ausflug in die Malerei nur ein Einzelfall war, ist schlecht überliefert. "Solo Show", wie die Galerie Sympa es nennt, sagt auch noch nichts über die Anzahl der Werke aus, die ausgestellt werden sollen.

Management dementiert

Erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Ankündigung werden nun aber durch mehrere Medienberichte laut.

The Art Newspaper fragte bei der Galerie an und bekam eine äußerst rüde Antwort: "Wir arbeiten nur mit Journalisten zusammen, die auch tatsächlich anreisen."

Und gegenüber der BBC sagte eine Sprecherin von Britney Spears: "Das entspricht nicht der Wahrheit."

Kunstig-furzig?

Auf ihrer Webseite wirbt die Galerie mit dem Slogan "Inhalt für nichts". Was nicht heißt, dass die gesamte Galerie in dem Örtchen Figeac ein Schmähprojekt wäre. Mehrere Ausstellungen sind in dem Web-Auftritt dokumentiert.

Mit der Verwendung des Begriffs "artsy-fartsy" in der Spears-Ankündigung öffnet die Galerie zumindest den Interpretationsspielraum, dass es bei der kommenden Schau um ein pseudokünstlerisches Phänomen geht. Aber wie schrieb Tesla-Chef Elon Musk kürzlich so treffend? "I put the art in fart."

Als Dauer der Spears-Schau wird übrigens folgender Zeitraum angegeben: "18. Jänner bis zum Ende der Welt"