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Kultur
04/06/2020

Wegen Corona: Das Nova Rock 2020 ist abgesagt

Österreichs größtes Rockfestival wäre vom 10. bis 13. Juni geplant gewesen, aber bis Ende Juni sind nun alle Veranstaltungen abgesagt. Wer noch betroffen ist.

von Georg Leyrer, Brigitte Schokarth

Österreichs größtes Rockfestival wird heuer nicht stattfinden. Das Nova Rock in Nickelsdorf wäre für den 10. bis 13. Juni geplant gewesen. Nun hat die Regierung angekündigt, dass Veranstaltungen in Österreich bis Ende Juni abgesagt werden müssen. Daher ist das Nova Rock für heuer abgesagt, bestätigte Veranstalter Ewald Tatar dem KURIER.

"Wir stehen als Veranstalter selbstverständlich zu 100 % hinter diesem Entschluss der Regierung obwohl wir uns diese Entscheidung schon deutlich früher gewünscht hätten", hieß es dann in einer Aussendung. "Bitte bedenkt, dass sämtliche Maßnahmen, die nun getroffen werden müssen, für alle Beteiligten komplett neu sind.  Gebt uns bitte nun Zeit, um hier einmal alles zu ordnen und euch so schnell wie möglich mit weiteren Informationen zu versorgen."

Betroffen von der neuen Regelung sind auch weitere große Popkonzerte, die im Mai und Juni geplant waren. Darunter: Wanda am 15. und 16. Mai in der Stadthalle, die Fantastischen Vier ebendort am 22. Mai,  Rammstein im Wörthersee Stadion am 25. Mai. Im Juni sollten Guns N' Roses ins Happel Stadion kommen (9.6.), Celine Dion in die Wiener Stadthalle (15.6.), und Green Day am 21. 6. ebenfalls ins Happel Stadion.

Nachgefragt beim Nova-Rock-Veranstalter

KURIER: Kommt später - wenn das Virus im Griff ist -  eine Flut von Konzerten, die sich die Leute gar nicht leisten können?

Ewald Tatar: 2020 wird speziell sein, weil das alles immer noch in den Köpfen der Leute drinnen sein wird. Das wird dann hoffentlich im Herbst nachlassen. Das Spezielle an der Situation 2021 wird sein, dass sehr viele Konzerte aus 2020 auf 2021 geschoben werden. Das heißt, es ist sozusagen ein teilweise von 2020 bespiegeltes Konzertjahr. Das Spannende wird sein, ob die Bands, die geplant hatten 2021 zu kommen, daran festhalten auch auf Tour zu gehen. Dann hätten wir natürlich ein deutliches Mehraufkommen an Konzerten.

Gibt es schon eine Abschätzung, wieviel Verlust Sie in diesem Jahr verzeichnen werden?

Nein noch gar nicht, das wird man sehen. Das dauert Monate, bis man weiß, was das genau bedeutet. Das  jetzt zu beziffern, wäre völlig unseriös. Jetzt muss man einmal schauen, wie alle Bands reagieren. Wir müssen schauen, wie viele von den Shows wir hoffentlich verschieben können, und welche wir absagen müssen. Das Einzige, was klar ist, ist, dass das Nova Rock abgesagt ist. Darüber werden wir die Bands und Act informieren und dann wird man sehen, wie die Reaktionen sind. Wir respektieren diese Entscheidung der Regierung und halten sie auch für richtig. Wir hätten sie halt gerne schon ein bisschen früher gehabt. Die haben sich meiner Meinung nach ein bisschen viel Zeit gelassen, speziell auf Großveranstaltungen bezogen. Aber es ist nicht zu spät gekommen. Es war noch zu einem richtigen Zeitpunkt und wir stehen voll dahinter und werden das jetzt durchziehen.

Richtiger Zeitpunkt, weil die Vorbereitungen am Ort noch nicht angelaufene waren?

Am Ort selbst natürlich noch nicht. Aber gewisse Dinge sind schon beauftragt worden. Es hat jetzt jeder Tag in den letzten zwei, drei Wochen Geld gekostet. Bei einem Festival gibt es tausende Betreiber und Firmen, die dort hin kommen. Und natürlich sind darunter welche, die schon konkret beauftrag wurden und auch schon Geld gekriegt haben.

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