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Kultur
05/18/2020

Nina Proll geht unter die Haut. Sommerkino im KURIER Stream

In "Talea" spielt Nina Proll eine ihrer forderndsten Rollen, eine leidenschaftliche Mutter gegen alle staatlichen Hindernisse

Es sind Sommerferien, und der geplante Italienurlaub mit Jasmins Pflegefamilie steht vor der Tür. Alle freuen sich auf die Reise – außer Jasmin. Sie will bei Eva sein, ihrer Mutter, die nach einem langen Gefängnisaufenthalt erstmals wieder für Jasmin greifbar ist. Seit Wochen sucht Jasmin Evas Nähe, sie gibt nicht auf, auch wenn sie von ihr abgewiesen wird. Sie ist zu jeder Demütigung bereit, um für die Liebe und Anerkennung ihrer leiblichen Mutter zu kämpfen. Nach einem Streit mit ihrer Pflegefamilie reißt Jasmin aus und überredet Eva schließlich, mit ihr gemeinsam einen Kurzurlaub auf dem Land zu verbringen. Bei der Landpartie kommen sich Mutter und Tochter näher, rauchen ihre erste gemeinsame Zigarette, schminken sich, gehen in die Dorfdisco. Doch als ein Mann dieses sensible Gefüge zu stören droht, gerät ihre Beziehung abermals ins Wanken.

Stream zum Film direkt hier: https://kurier.vodclub.online/film/talea/

Ich hätte, diese Rolle nie spielen können, wäre ich nicht selbst Mutter. Die Vorstellung, meine Kinder weggeben zu müssen, sie nicht mehr sehen zu können, wäre das Schlimmste.“ 

Nina Proll

"Talea" ein Film des Festivaljahrgangs 2013 sei "geprägt von einem breit gefächerten Themenspektrum", hieß es beim Wettbewerb um den Max Öphuls Preis. "Das junge Nachwuchstalent Katharina Mückstein verpackt ihre Geschichte mit großer Genre-Vielfalt, von der Aufbereitung familiärer und freundschaftlicher Beziehungen bis hin zur Auseinandersetzung mit kriminellen Erfahrungen."