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Kultur
10/06/2020

Neue Volksopern-Chefin Lotte de Beer - eine gefragte Regisseurin

Die niederländische Regisseurin, Jahrgang 1981, inszenierte in ganz Europa - und mehrfach im Theater an der Wien

von Thomas Trenkler

Lotte de Beer, 1981 in Eindhoven geboren, hat zwar noch nie ein Opernhaus geleitet, aber sie ist eine in gesamt Europa gefragte Regisseurin. Nun wird sie neue Intendantin der Wiener Volksoper, als Nachfolgerin von Robert Meyer.

Die 39-jährige Niederländerin schloss ihr Studium an der Hogeschool voor de Kunsten 2009 in Amsterdam ab (mit einer Operette von Jacques Offenbach) und sorgte schon bald mit ihren Inszenierungen – Benedict Weissers "Penthesilea" am Kameroperahuis Zwolle, Sinem Altans und Kerem Cans "Tango Türk" an der Neuköllner Oper Berlin und Nicoleta Chatzopoulous "Clara S" an der Oper Leipzig – für Aufsehen.

Beste Newcomerin

2015 gewann sie den International Opera Award als Beste Newcomerin. Zusammen mit dem Dirigenten Steven Sloane gründete Lotte de Beer die Amsterdamer Compagnie Operafront, deren künstlerische Leiterin sie auch ist. Ziel der Companie Operafront ist es, eine neue Generation von Besuchern für die Gattung Oper zu begeistern.

Auf der Plattform "Operabase" werden insgesamt 53 Produktionen von Lotte de Beer, die unter anderem mehrfach im Theater an der Wien und in der Kammeroper ("La traviata", "Die Jungfrau von Orleans") inszenierte, aufgelistet. Wichtige Arbeiten für das Musiktheater umfassen "Hänsel und Gretel" (Humperdinck) an der Nationale Opera Amsterdam, "Boulevard Solitude" (Henze) am Kongelige Teater in Kopenhagen, "La Bohème" (Puccini), "Così fan tutte" (Mozart) am Staatstheater Braunschweig, "Die arabische Prinzessin" und "Lulu" an der Oper Leipzig, "Manon“ an der Opera Zuid sowie "Il trittico" an der Bayerischen Staatsoper.

Zu den jüngeren Arbeiten der Regisseurin zählen die Neuinszenierungen von "Carmen" (Bizet) am Aalto-Musiktheater in Essen, "Der fliegende Holländer" an der Malmö Opera, "Didone abbandonata" (Jommelli) am Theater Basel und "Don Carlos" (Verdi) an der Staatsoper Stuttgart. Am Theater an der Wien erarbeitete sie zuletzt Bizets "Les pêcheurs des perles".

Im Frühjahr 2021 soll Lotte de Beer Verdis "Aida" an der Opéra national de Paris in Szene setzen.

 

 

 

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