Eines der weltbesten Musicals: „Singin’ in the Rain“ von 1952 im Österreichischen Filmmuseum

© Deutsche Kinemathek

Kino
07/19/2022

Musikfilme im Filmmuseum: Laute Stromgitarre und traumhafte Tänze

Das Österreichische Filmmuseum zeigt charismatische Musikfilme aus der hauseigenen Sammlung – von Chuck Berry bis Metallica (bis 7. 8.)

von Alexandra Seibel

„My my, hey hey, rock and roll is here to stay“, heißt es nicht nur in dem berühmten Song von Neil Young, sondern auch im Österreichischen Filmmuseum: Dort werden im Hitzemonat Juli (bis 7. August) coole Musikfilme serviert – und zwar direkt aus den Beständen der hauseigenen Sammlung.

„Let’s Spend the Night Together“ nennt sich die Schau großer Konzertfilme, Musikdokus und Musical-Klassiker, die sich zu den wippenden Zehen der Zuschauer auf der Kinoleinwand versammeln.

„Chuck Berry – Hail! Hail! Rock ’n’ Roll“ (20. 7., 20. 30 Uhr) nennt sich Taylor Hackfords Musikfilm-Meilenstein von 1987 rund um den genialischen Rock-’n’ Roll-Pionier Chuck Berry. Zwischen Interviewpassagen, in denen Berry begeistert von seiner Kindheit (aber nicht von seinen Gefängnisaufenthalten) erzählt, schneidet Hackford charismatisches Archivmaterial von Konzertaufnahmen.

Einen Sprung zurück in die Geschichte des klassischen Musicals bietet Mark Sandrichs zauberhaftes „Carefree“ von 1938 (23. 7., 20.30 Uhr): Fred Astaire als Psychiater hypnotisiert Ginger Rogers und tanzt mit ihr traumhafte Duette.

Therapiesitzung

Im Jahr 2001 wiederum erlaubten die Bandmitglieder von Metallica den Regisseuren Joe Berlinger und Bruce Sinofsky, bei Probeaufnahmen zu ihrer neuen Platte mitzufilmen.

Die Band befindet sich in einer Krise, ein Mediator wird für Therapiesitzungen zugezogen. Sänger James Hetfield kämpft mit Alkoholproblemen und liefert sich Machtkämpfe mit Schlagzeuger Lars Ulrich in dieser spektakulär intimen Doku „Metallica: Some Kind of Monster“ (27. Juli, 20. 30 Uhr).

Fans von Jimi Hendrix und seiner Stromgitarre kommen mit dem Porträt „Jimi Hendrix“ (25. Juli, 20.30 Uhr) ebenso auf ihre Kosten wie Verehrer kubanischer Musikerlegenden mit Wim Wenders’ „Buena Vista Social Club“ (29. Juli, 20.30 Uhr).

Technicolor-bunt verfilmte Howard Hawks den Roman von Anita Loos „Gentlemen Prefer Blondes“ (30. 7., 20. 30 Uhr) mit Marilyn Monro, sachlich-kühl G. W. Pabst „Die 3-Groschen-Oper“ (31. 7., 20.30 Uhr) von Brecht.

Am Ende gibt es noch das Königsmusical „Singin’ in the Rain“ von und mit Gene Kelly (7. 8., 20.30 Uhr) – dann geht das Filmmuseum in Sommerpause.

INFO: www.filmmuseum.at

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