Besucher Camping - Nova Rock 2013 - florian wieser

© Florian Wieser

Nova Rock
06/15/2013

Sonne, Wind und Rock ’n’ Roll

Tausende Fans reisten problemlos an, auf dem Campingplatz starteten die ersten Partys

von Theresa Gsellmann

Zelte, Planen, Matten, Campingsessel, Paletten mit Bierdosen – schwer bepackt sind die Festivalbesucher seit Donnerstag auf den Pannonian Fields II in Nickelsdorf eingetrudelt. Das, was im Gepäck oft fehlt, sind Sonnencreme und Kapperl. Und so haben die 120 Rotkreuz-Mitarbeiter, die vor Ort im Einsatz sind, am Freitag vor allem Sonnenbrände und Hitzeerschöpfungen zu behandeln. Auch kleine Blessuren müssen versorgt werden. „Beim Zelt-Aufbauen passiert einiges. Viele sind den Umgang mit Hammer und Nagel nicht gewohnt“, stellt Thomas Horvath vom Roten Kreuz fest. Sein Resümee nach einem Tag: „Es ist sonnig und recht friedlich.“

Neben der Sonne stellen Windböen, die am Freitag mit rund 40 km/h über die pannonische Tiefebene fegten, einige Musikfans vor große Herausforderungen: Dominik aus Salzburg und der Vorarlberger Manuel, Nachbarn am Caravanplatz, gaben Freitagnachmittag schließlich ihre Bemühungen auf, eine Plane als Sonnenschutz zu montieren. „Auch egal“, nimmt es Dominik gelassen und widmet sich wieder der Musik und dem Bier. Er ist vom Nova Rock begeistert: „Man fühlt sich wohl, jeder kennt jeden. Das ist wie eine Familienfeier mit 120.000 Leuten.“

Viele dieser „Familienmitglieder“ sind an Einfallsreichtum kaum zu überbieten. So wird die Ladefläche eines Pick-up kurzerhand zum Pool (Bild) umfunktioniert. Drin sitzen Felix, Sascha und zwei Mal Thomas – die vier sind aus Wien und Weigelsdorf – und genießen eine Shisha, eine türkische Wasserpfeife, mit Apfeltabak. Wer in den provisorischen Pool hineinwill, muss vorher Füße waschen. Andernorts hingegen werden mobile Toiletten – vor allem von den männlichen Festivalbesuchern – konsequent ignoriert. Bereits am ersten Tag türmen sich am Gelände Müllberge.

Schräg und skurril

Beim Nova Rock gibt es nichts, was es nicht gibt. Stefan aus Niederbayern streift als „Anonymous“ durch die Gegend. Warum er diese Maske trägt, weiß er selbst nicht. Auf jeden Fall ist es „geil“, sagt der 20-jährige Deutsche. Am Weg vom Campingplatz zum Bühnengelände sitzen Matthias und Roman aus Kärnten, eingehüllt in dicke Wolfs- und Monsterkostüme. „Zur Selbstbelustigung machen wir das schon seit sechs Jahren“, sagt Matthias.

So etwas lässt Oberstleutnant Rainer Bierbaumer kalt. Der Polizeichef des Bezirks Neusiedl am See hat andere Probleme, die sich aber (noch) in Grenzen halten: „Bis jetzt lief es tadellos. Bei der Anreise hat es heuer überhaupt keine Schwierigkeiten gegeben, das hat sich schön verteilt.“ Bis auf zwei kleinere Diebstähle hat sich bis Freitagabend auch sonst nicht viel getan. „Wenn es so weiterläuft, bin ich höchst zufrieden“, meint Bierbaumer.kurier.at/festivalsommerBilder, Videos und Hintergründe
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