Mit der Belichtung erleuchten

Wieland Kloimstein
Foto: Wieland Kloimstein

Die Serie "Licht-Bild" von Wieland Kloimstein zeigt Porträts wie gemalt.

War sie in den frühesten Anfängen der Fotografie ein limitierendes Muss, ist die Belichtungszeit längst zur kreativen Stellschraube für Fotografen geworden. Auch Wieland Kloimstein spielt in seiner Serie "Licht-Bild", die noch bis Donnerstagabend im West 46 in der Westbahnstraße zu sehen ist, mit dem vertuschenden Effekt lang belichteter Bilder - und greift dabei zurück auf die Anfänge der Fotografie:

Für die Porträtaufnahmen des 1973 in Linz geborenen Fotografen mussten seine Sujets stillhalten, während mit einer Taschenlampe wie mit einem "Lichtstift" ins Schwarze gezeichnet wurde.

Die dabei angewandte Technik lehnt sich ganz an die altgriechische Bedeutung der Neuschöpfung "Photo-graphie" an: Mit Licht zeichnen. Die Dunkelheit des Raumes dient so als Leinwand für den Fotografen, der damit die Grenze zwischen Fotografie und Malerei aufbricht - oder besser: verschwimmen lässt.

Hinweis: Finissage der Ausstellung "Licht-Bild" am 16. Mai ab 18.00 Uhr im West 46. Musik von Fiaker Fiasko.

Weitere INFO unter www.west46.at und www.wieland.cc

(KURIER) Erstellt am
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