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Kultur Medien
04/03/2020

Wann die GIS beim Sparen hilft

Wer arbeitslos ist oder wird oder nur eine geringe Pension bezieht, kann sich die GIS sparen. 300.000 Haushalte tun das. So geht's.

von Christoph Silber

In Krisenzeiten wie diesen geh√∂rt der ORF und speziell dessen Information zur Grundversorgung √∂sterreichischer Haushalt. Das, so zeigen die Quoten, haben die heimischen TV- und Radio-Konsumenten f√ľr sich so entschieden.

Was aber tun, wenn die Corona-Krise die materielle Existenz bedroht? Wenn die GIS-Geb√ľhr aufgrund von Arbeitslosigkeit, Mindest-Sicherung oder geringer Pension pl√∂tzlich zum Luxus wird, man aber nicht den Angst-Stress bei jedem Klingeln an der T√ľr haben will?

Knapp 300.000 Haushalte in √Ėsterreich haben sich bereits von der GIS die Befreiung von den ORF-Geb√ľhren geholt. Das geht einfach per Antrag, erfordert aber einige Unterlagen. Mit dem Befreiungsrechner kann man schon vorab seinen Anspruch testen.

Weg zur Befreiung

Grunds√§tzlich ist es notwendig, den Nachweis √ľber eine Anspruchsgrundlage zu erbringen. Das kann etwa ein Pensionsbezug, Arbeitslosengeld, Pflegegeldbezug, Nachweis √ľber eine Studienf√∂rderung, kurz gesagt ein Nachweis √ľber eine soziale Transferleistung sein. Kurzarbeit z√§hlt nicht dazu -  was sich die GIS aber nicht ausgesucht hat, sondern es ist im Fernmeldegeb√ľhrengesetz nicht angef√ľhrt. Und nur die Politik kann das Gesetz √§ndern.

Wenn eine dieser Anspruchsgrundlagen vorliegt, dann wird in einem 2. Schritt das Haushaltsnettoeinkommen berechnet.

Dazu bedarf es folgender Unterlagen:

- Kopien der Meldebestätigungen aller im Haushalt lebenden Personen.

- Aktuelle Nachweise √ľber die Einkommen aller im Haushalt lebenden Personen. Hierzu z√§hlen auch Einkommen aus geringf√ľgigen oder Teilzeitbesch√§ftigungen sowie Alimente:

Der Richtwert:

1 Person            1.082,65              

2 Personen        1.648,64              

f√ľr jede weitere Person    167,05              

Übersteigt das Haushaltsnettoeinkommen die Betragsgrenzen, kann der Antragsteller abzugsfähige Ausgaben geltend machen.

Dazu z√§hlen vereinfacht gesagt die Miete plus Betriebskosten in voller H√∂he. In jedem Fall aber eine monatliche Pauschale f√ľr den Wohnaufwand in der H√∂he von mindestens ‚ā¨ 140,- z.B. bei Eigenheimen.

Weitere Abzugsposten sind Au√üergew√∂hnliche Belastungen im Sinne des Einkommenssteuergesetzes und unter Umst√§nden die Kosten f√ľr eine 24-Stunden-Betreuung.

Ganz √§hnliche Kriterien gelten √ľbrigens auch f√ľr die Telefon- und √Ėkostrombefreiungen, die ebenfalls von der GIS abgehandelt werden. Detaillierte Informationen gibt es auf der Homepage der GIS unter www.gis.at oder unter 0810 00 10 80 (Mo-Fr. 8.00 - 21.00 Uhr, Sa. 9.00 - 17.00 Uhr)

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