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Kultur Medien
08/11/2019

"The Barbarians"-Regisseurin Eder: Streaming macht auch normales TV "mutiger"

Die österreichische Regisseurin Barbara Eder arbeitet an der Netflix-Serie "The Barbarians". Ein Gespräch über Streaming, Film und Förderungen.

von Christoph Silber

In den kommenden Tagen beginnen für Regisseurin Barbara Eder (43) in Ungarn die Dreharbeiten für die neue Netflix-Serie „The Babarians“. Diese erzählt die Geschichte des Kampfes der germanischen Stämme und der römischen Armee. Die vielfach ausgezeichnete Österreicherin über die Arbeit für einen Streaming-Konzern und warum nur wenige Frauen bisher in dieser Liga mitspielen.

KURIER: Frau Eder, was reizt Sie am „Barbaren“-Projekt?

Barbara Eder: Das ist für mich als Regisseurin natürlich nochmals eine größere Herausforderung, als die Serien, die ich bisher gemacht habe. Vor diesen Dimensionen jetzt habe ich großen Respekt – aber ich muss ja schauen, dass mir in meinem Arbeitsleben nicht langweilig wird (lacht). Ich inszeniere die Folgen 1 bis 4. Das heißt, mit meiner Arbeit wird diese Serie eingeleitet. Das war für mich eine Grundvoraussetzung. Denn ich will gestalten, Figuren kreieren, Kostüme aussuchen, also dem Ganzen Leben und Charakter geben. Eine Zweit-Regie hätte mich nicht interessiert. Natürlich will ich jetzt zeigen, dass ich ein Projekt auf internationalem Level stemmen kann. Die Vorbereitung läuft bisher recht gut, das Ganze ist natürlich sehr fordernd, aber auch sehr cool. 

In welcher Sprache wird gedreht?

Das ist eine Produktion von Netflix Deutschland und man erlaubt sich ein richtiges Experiment: Einerseits wird deutsch und altgermanisch gesprochen und die Römer werden lateinisch sprechen. Für den internationalen Markt wird in der Folge synchronisiert bzw. untertitelt.

Wie muss man sich die „The Barbarians“ vorstellen? Die einen spekulieren über „Vikings“ als Vorbild, andere schwadronieren von „Gladiator“.

Verorten würde ich Serie zwischen „Gladiator“, „Rome“ und „Vikings“. Der Stoff für sich ist ja mit der Schlacht im Teutoburger Wald historisch belegt und das bekommt einen Entertainment-Rahmen. Was mir daran besonders taugt, und da finde ich auch noch eine Ähnlichkeit zu „Game of Thrones“, sind die unterschiedlichen Welten, in denen diese Serie spielen wird. Darin leben sehr verschiedene germanische Stämme, die an ihre Götter glauben und den Naturgewalten ausgeliefert sind. Es geht auch um Priesterinnen und Magie. Es gibt Wälder, Schnee, Sümpfe – Kirschblüten wird’s nicht geben, aber Höhlen, Blätterregen ...Das sind Bilder einer sehr faszinierenden Welt, die sich da entwickeln. Natürlich gibt es auch Schlachten und es braucht dafür literweise Blut. So etwas zu inszenieren, ist für jeden Regisseur ein besonderes Zuckerl und natürlich handwerklich sehr spannend. Und was es für mich nochmals besonders macht: Mein aller erster Film, den ich mit 14 Jahren mit meinen Freunden gemacht habe, war genau das -  Blut, Schwerter und Kopf ab.

Was ebenfalls schon in den diversen Foren im Netz diskutiert wird, ist die Frage der Glorifizierung des Germanentums, was manche hoffen, andere befürchten – wie gehen Sie damit bei „Barbarians“ um?

Ein Verherrlichen eines solchen Schlachtens, das geht sich nicht aus, denn im Grunde verlieren ja alle. Ganz grundsätzlich finde ich, man kann sich an dieses Thema wagen, und zwar ungeachtet der Affinität diverser politischer Gruppierungen. Dass es die gibt, ist uns allen bewusst und den Deutschen noch viel mehr. Aber ich gebe sicher nicht Leni Riefenstahl. „Barbarians“ ist eine berührende Geschichte dreier junger Menschen, es geht um ein Trauma, das sie in ihrem Erwachsenwerden begleitet und es hat auch viel mit Verlust zu tun. Es gibt da also nicht nur Action, sondern auch Drama.

Gibt es bei „Barbarians“ auch einen Showrunner und wie sehen Sie diese Entwicklung, das US-System nach Europa zu importieren?

Der Showrunner ist ein Hybrid aus Produzent und Regisseur. Ich arbeite das erste Mal mit einem Showrunner. Er ist Deutscher, also Europäer, und hat Respekt vor der Regie und den Produzenten, er bindet unsere Kreativität ein und deshalb ist es gut. Ich weiß aber nicht, wie das in einer anderen Konstellation wäre. Europäische Produzenten waren und sind Kreative und nicht bloße Zahlenmenschen. Deren Liebe zu einem Projekt kann so viel bewirken. Das gleiche gilt natürlich auch für Regisseure. Sie auf die Rolle des Erfüllers eines Story Boards, wie ich es aus den USA kenne, zu reduzieren, hielte ich für falsch. Das mag in den USA funktionieren, aber in Europa wäre das aufgrund der filmischen Tradition ein großer Fehler.

Serien für Streaming oder Pay-TV zu drehen, gilt aktuell als die Königsklasse der Branche - auch was die finanzielle Ausstattung betrifft. Wie ist es wirklich?

Wir arbeiten in Budapest in einem riesigen Studio-Komplex. Dort dreht links von mir Netflix „The Witcher“ und rechts Denis Villeneuve „Dune“, eine ganz große Hollywood-Produktion. In den Gesprächen mit den anderen kommt man dann drauf, alle haben die gleichen Themen. Bei meinem allerersten Kinofilm hatte ich 1,4 Millionen zur Verfügung und dachte mir, Wahnsinn, wieviel Geld das ist. Im Laufe der Zeit steigern sich die Summen, aber es ist nie genug. Es werden ja auch die Geschichten größer und der ganze Apparat rundherum wird es auch. Also, Budget ist und bleibt immer ein Thema, bei dem einen geht es um ein paar Tausend Euro, beim anderen um ein, zwei Millionen Dollar. Wir sind bei Netflix, wie ich finde, gut aufgestellt.

Wie sehen eigentlich Sie selbst diesen Wandel sowohl in der Nutzung als auch in der Produktion vom bisherigen Fernsehen weg hin zu Streaming und Pay?

Früher war eine Produktion lokal, dann wurde es deutschsprachig und jetzt läuft das auf einer internationalen Ebene ab. Ich schaue spanische, britische, natürlich auch deutsche Serien. Die nächste Konsumenten-Generation wird definitiv noch internationaler sein. Das eröffnet eine andere Form von Wettbewerb: Die Geschichten müssen spannender und origineller und die Drehbücher auf einem höheren Level sein, es wird an vielen Schrauben gedreht werden, um zu bestehen und das, was produziert wird, wird noch wertiger, interessanter und vielfältiger. Und ja, die Budgets werden damit auch größer, aber Geld ist nur ein Mittel und es kommt darauf, was man damit macht. Das alles zu beobachten, ist spannend, ein kleiner Teil dessen zu sein, noch spannender. 

Diese erhöhten Anforderungen spiegeln auch darauf zurück, was das „normale“ Fernsehen produziert?

Das ist ganz sicher so - man wird dort mutiger, frecher, wagt mehr, das ist mein Eindruck auch bei österreichischen Produktionen. Die Frage für einen österreichischen Kreativen in diesem Zusammenhang ist ja, wohin geht die Reise bei Video on Demand, welche Rolle kann der ORF spielen und wie international darf er werden? Bei „Freud“ ist der ORF ja die erste Kooperation mit Netflix eingegangen. Für mich als Regisseurin eröffnet sich inzwischen ein Markt mit Möglichkeiten, die vor Jahren undenkbar waren. 

Sie sind im Herbst im „normalen“ Fernsehen mit zwei Produktionen vertreten, die ihre Premiere vor einem Monat beim Münchner Filmfest hatten. Der ORF/ZDF-Thriller „Wiener Blut“, in dem es um Islamismus und politische Korruption geht, hat ja durch den Ibiza-Skandal um H.C. Strache zusätzliche Aktualität bekommen.

Es ist schon erstaunlich, wie viele Parallelen sich da auftun, obwohl die Idee zu diesem Film vor drei Jahren entstanden ist und schon im letzten Herbst gedreht wurde. „Wiener Blut“ ist ein sehr politischer Film, die Realität hat den Film eingeholt bzw. ist die vorhandene Realität sichtbar geworden. Das ist das Besondere an der Vorlage Martin Ambroschs, wie er die Freunderlwirtschaft beschreibt, die bis in die höchste Ebenen der Politik gehende Korruption, den Rassismus der extremen Rechten und das Profitieren davon. Es gibt aber auch ab und zu dieses Augenzwinkern. In diesem Genre ist es ganz wichtig, dass man hin und wieder die Spannung weglachen kann. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es natürlich ein Mainstream-Konstrukt ist.

Es ist gut gemachtes Gebrauchsfernsehen.

Das ist mir schon beim Regieführen klar. Es gibt ja eine Bandbreite des eigenen Schaffens sowie es Fernsehen und Kino gibt, so wie es unterschiedliche Formate und Zielgruppen gibt. Ich denke, als gute Regisseurin versteht man das. Man weiß genau, was heißt, etwas für 20.15 Uhr zu inszenieren oder für 21.45 Uhr oder ob man für ORF1, ORF2 oder das ZDF arbeitet. Das lehrt einen die Erfahrung und es geht hier ja auch um Handwerk. Ganz etwas Anderes ist für mich Kino.

Nämlich?

Kino ist für mich immer noch der heilige Gral. Ich habe wirklich wahnsinnig viel Spaß daran, Fernsehen zu machen. Die Entwicklungen in diesem Bereich und auch die neuen Player wie Netflix, das ist super spannend. Aber für mich ist Kino anders: Ich glaube nicht, dass ich einen Mainstream-Film fürs Kino machen würde. Dort möchte ich experimentieren und das inkludiert auch die Möglichkeit zu scheitern. Das heißt, da bin ich viel mutiger, auch bei dem, was ich schreibe und das behalte ich mir auch dafür auf. Ich bekomme viele Bücher für Kinofilme angeboten, bei denen ich mir denke, das ist gut, aber das kann ich schon im Fernsehen machen. Kino ist hingegen der Platz für Experimente und schwierigere Themen. 

Der österreichische Kinofilm ist ja nicht gerade bekannt dafür, den Massengeschmack zu bedienen.

Ich finde es gut, dass es in Österreich noch möglich ist, ganz besondere Gustostückerl zu kreieren, die sich auch mal NICHT dem Fließband-Schema des Filmeschaffens unterordnen. Das liegt daran, dass sich die Förderung immer noch auch als eine Kunstförderung versteht und nicht Quote machen muss. Da existiert noch der Anspruch, Kunst möglich zu machen. Das unterscheidet Österreich sehr von Deutschland. Der österreichische Kino-Film und Namen von Seidl bis Haneke werden im Ausland wirklich sehr geschätzt, nur leider bei uns halt immer weniger, so mein Eindruck. Ich denke nicht, dass es an den Filmen liegt, sondern am Image des österreichischen Kinofilms. International hat der österreichische Film aber einen großen Wert, beim Festival-Publikum, wo er im Wettbewerb mit sehr erfüllenden, anderen Filmen steht, ist er eine Marke, die es zu schützen gilt.

Zurück zum Fernsehen: Die zweite Ihrer TV-Arbeiten, die im Herbst zu sehen sein wird, ist „West of Liberty“, ein Spionage-Sechsteiler mit Wotan Wilke Möhring und Lars Eidinger. Die Serie beruht auf einer Romanvorlage von Beststeller-Autor Thomas Engström. Normalerweise drehen Schweden Schwedisches mit Schweden. Wie kam die Österreicherin dazu?

So genau weiß ich das gar nicht. Es ist das eine Co-Produktion von Schweden, England und Deutschland. Der deutsche Markt hat sich für mich mit „Thank you for bombing“, also tatsächlich mit einem Kinofilm und den Preisen, die damit einhergingen, geöffnet.  Davor hatte ich den gar nicht so auf dem Radar, weil ich in Wien lebe und hier genug zu tun hab. Bei „West of Liberty“ kam die deutsche Produktionsfirma, Network Movie, auf mich zu. Mich hat das Genre gereizt und die Romane sind sehr gut - ganz besonders, wie die Charaktere gezeichnet sind. Das sind Typen, die den Kalten Krieg vermissen, eigentlich schon am Abstellgleis sind und mit dieser neuen Art von Spionage mit Leaks und Whistleblowern zurande kommen müssen. Das hat Witz, ist dann aber auch wieder sehr ernst – dieser Mix hat mich angesprochen.

Schweden-England-Deutschland – das klingt nach einer komplexen Produktion…

Das war schon sehr speziell bei „West of Liberty“, das in mehreren Ländern gedreht wurde. Das wiederum folgt den Förderungen. Das gehörte dann wirklich zu den Herausforderungen, Teile des Film-Berlin in Malmö aufzubauen, obwohl es dort nicht so aussieht – gleichzeitig aber die Kosten im Rahmen bleiben müssen. Für einen Außenstehenden klingt das zunächst meschugge, warum man Berlin nicht in Berlin dreht. Aber man lernt zu verstehen, wie so eine komplexe Finanzierung – und da sind viel Geld, viele Geldgeber und Erwartungshaltungen der Sender im Spiel – funktioniert. Man lernt Kompromisse zu machen und Dinge zu akzeptieren und nicht Energie zu verlieren, die man an anderer Stelle braucht.

Kann man sagen, dass Sie zur Serien-Spezialistin geworden sind?

Ja, das kann man. Ich habe viele Jahre „Copstories“ gemacht und das war eine gute Schule, zumal, weil es da ganz wenig Budget gab - mit viel Budget kann jeder etwas zustande bringen. Eine Serie zu machen ist komplexer als ein TV-Movie, vor allem muss man den Überblick bewahren und das kann ich. Wen ich ein Drehbuch lese, sehe ich schon den Film vor mir und diese Vorstellung brennt sich in meinen Kopf ein. Obwohl man ja nie chronologisch dreht, weiß ich dann immer, wo ich gerade in der Geschichte bin und mit welchem Wissensstand eine Figur in die zu drehende Szene einsteigt. Ich bin da immer der Beifahrer bei der Reise der Charaktere. Dafür ist Vorbereitung das wichtigste -  ich habe die Erfahrung und weiß heute aber auch, dass man nicht alles vorbereiten kann und habe dann auch die nötige Ruhe.

Sie kommen eigentlich von der Doku-Schiene. Was haben der Dokumentaristen-Blick und Fiktion überhaupt gemein?

Das hat einiges miteinander zu tun. Daraus ziehe ich nicht nur viel Inspiration, sondern das Fiktionale spiegelt ja trotzdem sehr viel der Realität wieder. Ob es sich um eine Doku handelt oder um einen Spielfilm, ist für mich ja auch zunächst zweitrangig. Es geht vielmehr um das Gefühl, das ich in diese Welt vor mir eintauchen muss, ich sehen will, was sich da mir auftut. Manchmal ist dafür dann die Doku das richtige Format, manchmal der Spielfilm und manchmal ist es ein Hybrid, wie das bei „Inside America“ oder „Thank you for Bombing“ der Fall war.

Sie arbeiten sehr viel, haben Sie noch Zeit, selbst zu schreiben?

Schreiben geht immer, und das brauche ich auch. Außerdem habe ich auch einen gewissen Einfluss, beispielsweise bei einer Serie. Man steht da ja sehr viel im Kontakt mit den Autoren und tauscht sich aus. Es ist ja nicht so, dass man einfach alles, wie es geschrieben steht, abfilmt, sondern als Regisseurin gestaltet man, interpretiert man, hat man auch einen anderen Blick darauf und nähert sich dem von verschiedenen Seiten. Man muss sich das fast wie bei einem Dramaturgen vorstellen.

Sie sind eine der wenigen Frauen, die als Regisseurin Teil des Serien-Hypes sind. Warum ist das so?

Ich weiß es eigentlich nicht, ich weiß nur, dass es so ist. Beim Kinofilm ist es ja anders, da agiert man in einem gewissen Rahmen völlig frei. Als bei mir dann Angebote vom Fernsehen kamen, waren die ein völliger Widerspruch zu dem, was ich davor fürs Kino gedreht hatte. Dagegen spricht ja zunächst nichts. Ich habe beispielsweise viele Liebesfilme angeboten bekommen, Romantic-Movies, und ich sage nicht, dass ich das nicht auch bin. Aber das hat mich da schon sehr ans Klischee erinnert, dass die Buben halt kämpfen und die Mädchen spielen mit der Puppe Familie nach.

Wie sind Sie damit umgegangen?

Mit dieser Situation habe ich zunächst gehadert. Ich wollte wie die „Buben“ immer auch Tsching-Bumm-Filme machen. Das habe ich dann auch immer versucht zu forcieren.  Bei den Angeboten habe mich stets darauf gestürzt, wo es Action gegeben hat, um jeden zu zeigen: Ich kann das, ich kann das, ich kann das.

Und das ist aufgegangen.

Es gab da trotzdem auch Momente bei Produktionen, wo dann etwa bei Massenszenen die Frage kam, ob ich das kann und ich mir gedacht habe, schaut doch meine bisherigen Filme an, bevor ihr fragt. Das hatte etwas vom Klischee der kleinen Blonden, übrigens auch innerhalb des Frauentums - vielleicht sollte ich mir die Haare mal schwarz färben. Aber ich habe immer Gas gegeben und habe es als Regisseurin bewiesen. Dazu kommt auch noch mein Auftreten: Ich bin ein eher geerdeter Typ, selbstbewusst, das springt bei einem Erstgespräch mit Produzenten auch über.

Wie sind Sie am Set?

Laut, dominant, manchmal etwas kontrollierend, ich schupf‘ den Laden und weiß, was ich will. Ich glaube, das ist für ein Team angenehmer, wenn es weiß, woran es ist. Ich rüge, ich lobe und ich habe eine unglaubliche Freud, wenn etwa funktioniert und das springt dann auch über. Ich weiß, dass ich mein Team motivieren kann, selbst dann, wenn wir durch die größte Scheiße durchmüssen. Ich habe eine große Liebe zu den Szenen und diese Energie spürt ein Team, spüren die Schauspieler. Ich habe Haltung und Meinung und fürchte auch Konflikte nicht – ich komme aus einer Familie, wo man Konflikte nicht unter den Teppich kehrt, sondern austrägt und dann löst. Ich halte es für wichtig, dass man nicht zu allem ja und amen sagt, sondern zu sich steht und das tu ich.

Dann fehlt jetzt nur noch die passende Romantic Comedy?

Ich glaube, das ist die größte Herausforderung, die noch auf mich wartet (lacht).

Steile Karriere

Barbara Eder, in Niederösterreich aufgewachsen und in Wien lebend, studierte Regie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst. Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende  Regisseurin und Autorin.

Ihre Karriere startet sie beim Fernsehen u.a. mit der Doku „Wunderbar! – Harald Serafin auf Hoher See“ (2006) und mit der Regie bei „Wir sind Kaiser“ (2008/2009).

2010 begann sie Kino-Filme zu drehen, die alle bei internationalen Festivals liefen und mehrfach ausgezeichnet wurden: So erhielt ihr erster langer Kinofilm „Inside America“ den Max-Ophüls-Spezialpreis der Jury, „Blick in den Abgrund“ wurde u. a. bei der ROMY 2014 als Beste Kino-Doku ausgezeichnet. Ihr gefeierter Spielfilm „Thank you for Bombing“ (2015) wurde ebenso mehrfach, etwa beim Österreichischen Filmpreis und in Zürich, geehrt.

Auch ihre weitere TV-Karriere verlief höchst erfolgreich. Für ihre Regie beim „Tatort: Her mit der Marie!“ erhielt sie heuer die ROMY für die Beste Regie TV-Fiction.