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Kultur Medien
12/02/2019

ServusTV und ORF1 starten neue Quiz-Runde mit Eigenentwicklungen

Salzburger Privatsender schickt „Quizjagd“ werktags, um 17 Uhr, auf Sendung, der ORF folgt um 18.20 Uhr mit „Q1“.

von Christoph Silber

Während ORF1 mit "Q1 Ein Hinweis ist falsch" sein erstes Quiz am Vorabend lanciert, hat ServusTV dort bereits ein heißes Eisen mit dem Seher-Hit "Quizmaster". Nun folgt ein weiteres, eigenentwickeltes Wissensformat.

Eine Schnecke sorgt für Tempo

Heute, Montag, feiert  Florian Lettner  als Moderator  der „Quizjagd“ (werktags, 17.00) Premiere. „,Quizjagd’ ist ein Brettspiel in Lebensgröße und die Mitspieler werden sozusagen zu Spielfiguren“, erklärt der charmante Tiroler.

Die Regeln sind einfach: Im direkten Duell beantworten zwei Kandidaten abwechselnd Fragen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen (von 1 bis 10), die sie selbst wählen. Stimmt die Antwort, rückt er auf dem schneckenförmigen Spielfeld analog zum Schwierigkeitsgrad vor. Ist die Antwort falsch, kann der Gegner die Frage übernehmen, was einen Bonus bringen kann.

Aber der bisherige Moderator von „Servus am Abend“ weiß: „Wissen ist nicht alles –  um bei ,Quizjagd‘ erfolgreich zu sein, muss man ab einem bestimmten Punkt  taktisch denken.“ Und das bringt zusätzlich Spannung ins Spiel. Ab Feld 25 beginnt die „Catchback-Zone“: Ab hier kann ein Kandidat bei einer richtigen Antwort entscheiden, ob er vorrückt – oder ob er  den Gegner die Felder zurück marschieren lässt. Das Duell kann also jederzeit in jede Richtung kippen.

Fix ist nur: Wer als erster Feld Nummer 50 erreicht, gewinnt das Spiel und  5000 Euro und darf anschließend seinen Titel verteidigen. Das Schöne dabei: „Bei uns gibt es keine Verlierer“, betont Lettner. Heißt: Was   gewonnen wurde, kann in den folgenden Spielen  nicht verloren gehen. Das macht Kandidaten mutiger und lässt  Gewinn-Summen kräftig anwachsen.

Das  „Quizjagd“-Studio stammt (wie beim ORF) vom Bühnen-Designer des Wiener Song Contests,  Florian Wieder; die Inszenierung von Song Contest-Regisseur  Kurt Pongratz. Der Applaus kommt nicht vom Band, sondern vom nicht sichtbaren, aber vorhandenen Publikum.

Das von ServusTV mit der Interspot Wien entwickelte Format wurde zwei Sommer lang von Andi Moravec getestet. Nicht das einzige Zusammenspiel mit dem „Quizmaster“ – über dessen beliebte App werden auch Kandidaten gesucht und gefunden.

Keine Frage, hier zählt die Antwort

ORF-Sport-Reporter Oliver Polzer geht seinen Ausflug in die Welt der Unterhaltung recht entspannt an: „Es ist zwar nicht meine Aufgabe, für Quoten zu sorgen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es nicht gut funktioniert.“ Die Rede ist vom neuen Quiz „Q1 Ein Hinweis ist falsch“ (werktags, 18.20), mit der die Quote von ORF1 im Vorabend belebt werden soll.

Die Sendungsidee stammt vom früheren Show-Entwickler („Starmania“) und  Drehbuch-Autor  Mischa Zickler („Walking on Sunshine“). Nach  Jahren in  der Schublade zog er „Q1“ nun wie ein As aus dem Ärmel. Das Quiz weist dabei eine Besonderheit auf: Es gibt keine Fragen – auch kaum zu privaten Dingen–, gerätselt wird von den Zweierteams trotzdem.

In „Q1“  – das futuristische Studio stammt wie bei ServusTV von Florian Wieder – muss jeweils ein Paar einen Begriff suchen, für den es vier Hinweise gibt, von denen aber einer falsch ist. Diese Kleinigkeit  stellt beim Kombinieren ungewohnte Anforderungen.  Ein Beispiel: Gesucht wird ein Künstler. Die Hinweise: Niederländer, „Die Nachtwache“, Ohr abgeschnitten, „Sternennacht“.


Nach der ersten richtigen Antwort kann das Team in der Folge unter Einsatz eines Jokers eine Frage überspringen bzw.   einmal den falschen Hinweis aufdecken. An dem Punkt sei die Zusammenarbeit der Kandidaten interessant. „Kein Paar agiert gleich“, hat Polzer während der Aufzeichnung von inzwischen mehr als 20 Sendungen beobachtet. Jede richtige Antwort bringt übrigens den Mitspielern 100 Euro. Es gibt keine Sicherheitsstufen, irrt man, verliert man alles. Das Preisgeld zahlt der ORF.

Sendungserfinder Zickler war wichtig, das Quiz so einfach wie möglich zu halten. Die kleinen Gewinnsummen seien kein Problem. Die Kandidaten machten genauso mit. Und „man kann die Sendung problemlos erst in der Mitte einschalten, man kann trotzdem sofort mitspielen“, meint Polzer, der daheim die Fragen zur Vorbereitung durchspielt.  Denn während der Sendung  „will ich bei den Kandidaten sein.“

Info: Bewerbungen unter tv.ORF.at/quiz
Beispiel-Antwort:  van Gogh

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