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Kultur Medien
06/27/2019

ServusTV baut in Deutschland aus

Der Salzburger Privatsender übernimmt von der ARD "Hubert und Staller" und sendet deutsche Nachrichten und die MotoGP.

von Christoph Silber

Bei den Screenforce Days in Köln, wo sich große und kleine TV-Sender dieser Tage der deutschen, werbetreibenden Wirtschaft präsentieren, hatte ServusTV eine Überraschung im Gepäck: Der österreichische Privatsender übernimmt nun auch in Deutschland die Vorabendserie "Hubert und Staller" mit den ROMY-Preisträgern Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau, die zuvor bei der ARD gelaufen ist. Mit der Kultserie ab Herbst untermauert ServusTV, dass man den deutschen Markt ernsthaft angehen will.

Ein Trumpf in diesem Zusammenhang ist der Motorrad-Sport. Dementsprechend präsentierte sich ServusTV mit Rennfahrerin, Schauspielerlin und MotoGP-Moderatorin Eve Scheer, die in einem Einspieler durch Deutschland heizte und Lust auf Motorsport machte. Bis 2023 liegen die MotoGP-Rechte bei ServusTV. Am Wochenende 6./7. Juli kommt es zum "Heimspiel" auf dem Sachsenring mit täglich fünf Stunden Berichterstattung. Unterstützung dabei gibt hier und während der Saison vom Ex-MotoGP-Piloten Alex Hofmann und von Moto2-Weltmeister sowie Repsol Honda-Testpiloten Stefan Bradl. Die MotoGP fuhr auch die Spitzenreichweiten von ServusTV Deutschland mit bis zu 450.000 Zusehern ein.

Eigenproduktionen

Abseits von hochkarätigen Live-Sportereignissen will ServusTV Deutschland weiter auf eine hohe Quote an Eigenproduktionen sowie auf starke Lizenzformate setzen: "Der sehr hohe Anteil einzigartiger Eigenproduktionen sowie die richtige Prise spannender und vor allem thematisch passender Zukäufe – das ist das Erfolgsrezept von ServusTV und damit stehen wir für Abwechslung auf dem deutschen Fernsehmarkt", erklärte Vermarktungschef Gerhard Riedler.

Aktuell sind mehr als 65 Prozent der ServusTV-Programme Eigenproduktionen. Hierzu zählen erfolgreiche, teils preisgekrönte Doku-Reihen wie "Terra Mater" oder "Bergwelten" und, nicht zuletzt, die erste eigene fiktionale Serie "Meiberger - Im Kopf des Täters" mit Fritz Karl als Gerichtspsychologen, zu dem eben der Dreh zur zweiten Staffel (u. a. mit Harald Krassnitzer) angelaufen ist.

Verweisen konnten Riedler und Moderatorin Niki Löwenstein auch auf die neu gestarteten Nachrichten: Die beiden Moderatoren David Rohde und Jochen Sattler präsentieren seit diesem Monat die Themen des Tages. Dazu gibt es auch noch das Deutschland-Wetter.