Radiotest 2025/2026: kronehit-Flotte knackt die Million-Hörer-Grenze
kronehit-Geschäftsführer Philipp König
Die Radionutzung bewegt sich in Österreich weiterhin auf stabil hohem Niveau. 74,9 Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren und damit in etwa 6,13 Mio. Personen haben am Vortag einer Befragung zumindest 15 Minuten lang Radio gehört (Vergleichszeitraum: 75,3 Prozent). Die tägliche durchschnittliche Hördauer hat sich leicht von 195 auf 199 Minuten erhöht. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag sie mit 201 Minuten minimal höher, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Radiotestdaten hervorgeht.
Bei den jüngeren Befragten (14- bis 49-Jährigen) beträgt die Tagesreichweite 71,4 Prozent. Mit einem ORF-Radio kommt von dieser Zielgruppe täglich 44,6 Prozent in Kontakt und damit etwas weniger als im Vergleichszeitraum (46,6 Prozent). Ö3 büßte zwar ein (-1,6 Prozentpunkte), erreicht aber nach wie vor beinahe jede dritte Person unter 50 Jahren im Land (31,3 Prozent Reichweite). Die ORF-Regionalradios performen in dieser Zielgruppe deutlich schwächer (13,7 Prozent) als in der Gesamtzielgruppe (24,3 Prozent). Der auf ein jüngeres Publikum ausgerichtete Sender FM4 liegt bei der Reichweite (5,6 Prozent) etwas vor Ö1 (5,1 Prozent).
Unter den österreichischen Privatsendern (47,2 Prozent Reichweite) hat kronehit, an dem der KURIER beteiligt ist, die Nase bei den 14- bis 49-Jährigen vorne (17,7 Prozent). 88,6 konnte auf 12,5 Prozent zulegen. Energy Österreich verbucht 4,5 Prozent, Radio Arabella 3,6 Prozent und die Antenne Steiermark 3,5 Prozent.
Jung und Privat
In puncto Marktanteil liegen die ORF-Radios mit 43 Prozent merklich hinter den heimischen Privatsendern, die auf 58 Prozent zulegten (+2 Prozentpunkte). Ö3 kommt auf 27 Prozent, die ORF-Regionalradios zusammen auf 11 Prozent, FM4 auf 3 Prozent und Ö1 auf 2 Prozent. Bei den Privaten liegt kronehit stabil bei 13 Prozent, aufschließen konnte zwischenzeitlich 88,6. Energy Österreich und die Antenne Steiermark kommen auf 3 Prozent.
„Wir halten unsere Marktanteile in einem hart umkämpften Marktumfeld absolut stabil“, sagt Philipp König, Geschäftsführer von kronehit. Besonders erfreulich sei in diesem Zusammenhang das Wachstum im schwierigen Wiener Markt. Programmdirektor Rüdiger Landgraf fügt hinzu: „Mit kronehit, unserem linearen Kernprodukt, bedienen wir unsere verlässliche und sehr wichtige Massenzielgruppe. Unsere DAB+ Sender erreichen punktgenau und erfolgreich Nischen.“ DAB+-Programmchef und Marketingleiter Thomas Bildner kann speziell für die Sender Radio ROT WEISS ROT und SUPER 80s Wachstum bei der Tagesreichweite (10+, Mo-Fr) um knapp 30 Prozent melden. 1.043.000 Hörerinnen und Hörer nutzen die kronehit-Senderflotte werktags als Unterhaltungs- und Informationsmedium (Mo–Fr, TRW, 10+).
Älter und ORF
In der Zielgruppe 10 Jahre und älter liegen weiter die ORF-Radiosender vorn und weitgehend stabil, auch wenn es ein Minus von 1,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vergleichszeitraum (damals 55,8 Prozent) gibt. Das bedeutet eine tägliche Hörerschaft von 4,45 Mio. Personen. Mit Abstand stärkster Radiosender der öffentlich-rechtlichen Flotte ist erneut Ö3 mit knapp 30 Prozent Reichweite (2,4 Mio. Hörerinnen und Hörern). Dahinter folgt Ö1 mit 9 Prozent. Die neun ORF-Regionalradiosender bringen es gesammelt auf 24,3 Prozent, wobei Radio Niederösterreich mit 5,1 Prozent an der Spitze steht. FM4 erzielt 3,7 Prozent Reichweite.
Die inländischen Privatradiosender blieben mit 35,8 Prozent weitgehend stabil (Vergleichszeitraum: 35,5 Prozent). Stärkster unter den Privaten ist kronehit mit 11 Prozent Reichweite vor 88,6 (8,3 Prozent, +1,1 Prozentpunkte). Radio Arabella (3,1 Prozent) und die Antenne Steiermark (3,0 Prozent) liegen praktisch gleichauf.
Bei den Marktanteilen gibt es kaum Bewegung. Die ORF-Radios kommen auf 58 Prozent, wobei Ö3 mit stabilen 26 Prozent knapp die Hälfte beisteuert. Die ORF-Regionalradios kommen gesammelt auf 25 Prozent, davon entfallen 5 Prozent auf Radio Niederösterreich und je 4 Prozent auf Radio Wien und Radio Steiermark. Ö1 verbucht 6 Prozent Marktanteil, FM4 2 Prozent.
Die inländischen Privatradiosender erzielen 41 Prozent Marktanteil (+2 Prozentpunkte). kronehit und 88,6 liegen in der älteren Zielgruppe mit je 8 Prozent Marktanteil gleichauf. Die Antenne Steiermark verbucht 3 Prozent.
Ca. 23.800 durchgeführte Interviews
Der Radiotest basiert auf ca. 23.800 zwischen Juli 2025 und Juni 2026 durchgeführten Interviews. Die Befragungen erfolgten überwiegend telefonisch. Ein Teil entfällt jedoch auf Online-Befragungen, um auch jüngere Personengruppen besser abbilden zu können. Die Tagesreichweite erfasst Personen, die am Vortag ihrer Befragung zumindest eine Viertelstunde lang Radio bzw. einen bestimmten Sender gehört haben. Der Marktanteil eines Senders gibt an, wie groß der Anteil der Hördauer des Senders an der gesamten Hördauer ist.
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