ORF-Enterprise-Geschäftsführer Oliver Böhm nach Vorwürfen beurlaubt

Compliance-Untersuchung durch interne und externe Expert:innen eingeleitet.
ORF-Enterprise

Der nächste prominente ORF-Manager sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert. "Nachdem rund um Ostern Vorwürfe gegen ORF-Enterprise-Geschäftsführer Oliver Böhm aufgekommen sind, wurde er unverzüglich beurlaubt", bestätigte der ORF dem KURIER. Eine Compliance-Untersuchung "durch interne und externe Expert:innen" sei eingeleitet. 

Keine Information zu Inhalt der Vorwürfe

Über den Inhalt der Vorwürfe wurde vorerst nichts bekannt. "Sobald Ergebnisse dieser Untersuchung vorliegen, wird der ORF über die nächsten Schritte entscheiden und darüber auch sofort informieren. Wir bitten um Verständnis, dass wir zum Schutz aller Beteiligten vorab über keine Details, sondern erst über Ergebnisse dieser Untersuchung informieren werden."

Böhm ist seit 2013 CEO der ORF-Enterprise und gehört zu den Top-Drei im Verdienst-Ranking. Die Enterprise vermarktet alle überregionalen ORF-TV-Sender und Radio-Stationen, das gesamte Digital-Angebot sowie Teletext und und die "Nachlese". Damit nimmt sie etwa 200 Millionen Euro jährlich ein. Auch der internationale Vertrieb von ORF-Produktionen gehört dazu.  

Die Interimschefin am Küniglberg, Ingrid Thurnher, tut damit, was sie angekündigt hat: "Klarheit schaffen." Am 23. April wird sie aller Voraussicht nach für die Restlaufzeit der aktuellen Geschäftsführung bis Jahresende 2026 zur Generaldirektorin gewählt.  

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