Lisa Maria Potthoff ist für eine ROMY nominiert

© Kurier/Gilbert Novy

Kultur Medien
03/14/2020

Lisa Maria Potthoff: „Die Susi wird mir nicht langweilig“

Die ROMY-nominierte Schauspielerin ist am Samstag im Eberhofer-Krimi „Winterkartoffelknödel“ zu sehen (ORF1, 20.15 Uhr).

von Nina Oberbucher

Wenn der Eberhofer Franz und der Birkenberger Rudi zu ermitteln beginnen, heißt das meist vor allem eines: Chaos.

So auch heute (Samstag, 20.15 Uhr, ORF1) im bayrischen Provinzkrimi „Winterkartoffelknödel“ nach Rita Falk. Da gilt es, eine Reihe mysteriöser Todesfälle in der Familie Neuhofer genauer unter die Lupe zu nehmen. Und das führt das Ermittler-Duo Eberhofer (Sebastian Bezzel) und Birkenberger (ROMY-Nominee Simon Schwarz) sogar bis nach Teneriffa.

"Schwarzhumorig, aber mit Liebe"

Mittendrin in all dem Trubel ist Lisa Maria Potthoff, die in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin Kino/TV-Film für eine ROMY nominiert ist, und Eberhofers On-Off-Freundin Lisa verkörpert.

„Ich glaube, die Menschen mögen die nah am Scheitern gebauten, skurrilen Provinzpersönlichkeiten. Die Geschichten sind teilweise sehr schwarzhumorig, aber immer mit Liebe zu den Figuren“, sagt Potthoff zum KURIER über den Erfolg der Provinzkrimi-Reihe, die Jahr für Jahr ein Publikumshit in den heimischen Kinos ist. Zuletzt war es „Leberkäsjunkie“.

„Ich freue mich immer, nach Bayern oder Österreich zu kommen und zu merken, wie sehr meine Figur dort geliebt wird“, meint die in Bayern aufgewachsene Potthoff. „In Berlin zu leben hat aber den Vorteil, dass ich dort die Susi auch mal für ein paar Wochen wegpacken kann.“

Düsterer Stoff

Die 41-Jährige überzeugt aber nicht nur mit ihrem komödiantischen Talent, sondern kann auch ernst. Im Herbst war sie etwa in der ZDF-Verfilmung „Irgendwas bleibt immer“ an der Seite von Manuel Rubey zu sehen.

Potthoff spielte in dem teils kammerspielartigen Drama eine alleinerziehende Mutter, die sich in einen Mann mit dunkler Vergangenheit verliebt – dargestellt von Rubey. „Ich habe Manuel vor vielleicht fast schon zehn Jahren in einem Krimi gesehen. Die Handlung war konventionell, aber er hat mit seiner Figur das Format gesprengt“, erzählt Potthoff.

„Ich fand ihn großartig und habe mit Erstaunen festgestellt, dass wir vom selben Agenten vertreten werden. Immer wieder habe ich den Wunsch geäußert, mit diesem tollen Schauspieler mal zusammen arbeiten zu können. Bei ,Irgendwas bleibt immer‘ wurde mein Wunsch endlich erfüllt.“

Heitere Seiten

Ein Folgeprojekt der beiden ist bereits in Planung – eine Comedy-Serie in Anlehnung an die britische Produktion „Catastrophe“ (zu sehen via Amazon Prime Video). Auch über ein gemeinsames Kabarettprogramm haben Potthoff und Rubey schon laut nachgedacht – das sei aber derzeit noch Zukunftsmusik.

„Also, wenn ich mir das mal vorstellen könnte, dann nur mit Manuel. Ein Mann und eine Frau in einem gemeinsamen Programm finde ich generell eine super Idee. Aber erstmal ist Manuel mit seinem ,Goldfisch’ unterwegs, und langweilig wird mir ja auch nicht bei den ganzen anstehenden Projekten.“

Schlagkräftige Ermittlerin

Und dass die Schauspielerin genügend zu tun hat, kann man sich gut vorstellen: Demnächst steht der Dreh für den nächsten Teil der TV-Reihe „Sarah Kohr“ an, in der Potthoff eine schlagkräftige Ermittlerin verkörpert: Fast alle Stunts macht die zweifache Mutter, die seit Jahren Kampfsport nach Krav Maga praktiziert, darin selbst.

Danach soll ein Film über die Geschäftsführerin eines Pharmakonzerns entstehen, „die vor der schwierigen Frage steht, einem Kind mit einem Medikament zu helfen, das noch nicht für den deutschen Markt freigegeben ist“, verrät Potthoff.

"Es ist schön, eine Figur weiterzuentwickeln"

Im Sommer ist dann die Kino-Tour für „Kaiserschmarrndrama“, die mittlerweile siebente Rita-Falk-Verfilmung, geplant. Die Rolle der Susi werde ihr dabei „so schnell nicht langweilig“, versichtert Potthoff.

„Es ist sehr schön, neben den anderen Rollen, die man so spielen darf, eine Figur über so viele Jahre weiterzuentwickeln. Getragen von einer unglaublichen Liebe des Publikums. Wir sehen uns einmal im Jahr, schlüpfen wieder in unsere Rollen und versuchen weiterhin so gute Filme zu machen, dass unser Publikum nach dem Film aus dem Kino geht und sagt: Super!“

Fortsetzung folgt

Was die Zukunft für die Rolle der Susi bringt, konnte Potthof bereits von Autorin Falk in Erfahrung bringen – und die denkt so bald nicht daran, Eberhofer & Co in Pension zu schicken.

Rita Falk hat mir verraten, wie es mit meiner Figur im nächsten Roman weitergeht. Ihre Idee ist super. Ich bin froh, so eine tolle Autorin an unserer Seite zu haben“, so Potthoff.

Info: "Winterkartoffelknödel" ist am Samstag (14. März) um 20.15 Uhr in ORF1 zu sehen. 

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