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Kultur Medien
09/22/2020

FPÖ attackiert ATV: Nepp will nicht mit Strache ins Riesenrad

Ansetzung der Kontrahenten durch Sender "nicht akzeptabel" und Bruch des Objektivitätsgebots. ATV: Sendung kann nicht 6,5 Stunden dauern.

von Christoph Silber

Die FPÖ ist verärgert. "ATV bricht in seiner Wahl-Duell-Sendung jegliche Regeln des Objektivitätsgebotes", erklärt der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf in einer Aussendung am Dienstag.

Am kommenden Sonntag, 20.15, bittet der Privatsender die Spitzenkandidaten von sechs Partein oder Listen für die Wiener Landtagswahl am 11. Oktober zu Duellen während einer Fahrt im Wiener Wahrzeichen, dem Riesenrad. Wer da mit wem unterwegs sein soll während der etwa 15 Minuten dauernden Runde, das hat der Sender selbst festgelegt. Die Planung: Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) trifft auf den Herausforderer, Finanzminister und ÖVP-Spitzenkandidaten Gernot Blümel, Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) auf Christoph Wiederkehr (NEOS) und der nicht amtsführende Stadtrat Dominik Nepp (FPÖ) sollte mit seinem Ex-Obmann Heinz-Christian Strache (Team HC) diskutieren - ein Duell mit besonderer Brisanz.  

Das mag die FPÖ nun nicht. Es sei "nicht akzeptabel, dass die FPÖ als zweitstärkste Partei einzig und alleine mit der Splittergruppe THC diskutieren soll, die gar nicht in den Gemeinderat einziehen wird. Wir stehen für diese Missachtung des Kräfteverhältnisses nicht zur Verfügung und werden daher nicht teilnehmen", so Stumpf. Bei ORF und Puls 4 dürfen hingegen alle ran. 

Journalistische Kriterien

ATV bedauert in einer Stellungnahme die Entscheidung der FPÖ. "Die Auswahl der drei ATV-Duell-Paarungen fußt auf einer redaktionellen Entscheidung, die ausschließlich anhand journalistischer Kriterien getroffen wurden. Die Einladung zum ,Duell im Riesenrad' bleibt seitens ATV natürlich bis zum Start der TV-Duelle aufrecht." Dass nicht jeder gegen oder mit jedem diskutieren könne, sei zudem eine Zeitfrage. "Die Länge der einzelnen Duelle ist durch eine Runde im Riesenrad vorgegeben, was in etwa 15 Minuten entspricht. Bei Ausstrahlung sämtlicher Duell-Varianten, würde die Gesamtsendezeit knapp 6,5 Stunden betragen – wohlgemerkt ohne Analyse und Werbeunterbrechungen", heißt es seitens ATV. Das will der Privatsender den Sehern nicht zumuten.

Sendungen

Die Duelle am kommenden Sonntag leitet übrigens Sylvia Saringer. Jenny Laimer berichtet direkt  aus dem Prater.

Im Anschluss  werden die Duelle bei Meinrad Knapp in „ATV aktuell: Der Talk“ von einer Politik-Profi-Runde mit u. a. KURIER-Innenpolitik-Chefin Daniela Kittner diskutiert.

Das bewährte Trio aus Knapp, Meinungsforscher Peter Hajek und Politikberater Thomas Hofer liefert in  „ATV Aktuell: Die Woche“  die Analyse (22.20).

 

 

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