Selbstbewusst agiert der Kudu auf der Bühne

© ProSieben/Julia Feldhagen

Kultur Medien
08/01/2019

Finale bei "The Masked Singer": Geheimnis um Promis wird gelüftet

Insgesamt fünf Masken-Frauen und -Männer singen bei der ProSieben-Show um den Sieg. Top-Quoten für den Sommer-TV-Hit in Österreich.

von Christoph Silber

Fröhliche Songs und eingängige Balladen dominieren wie bei anderen Musik-Shows auch. Trotzdem hat sich „The Masked Singer“ in den vergangenen Wochen zu einem Quoten-Hit in Deutschland und Österreich entwickelt. Ergründen kann man das nur, wenn man es gesehen hat. Heute, Donnerstag (20.15), ist die vorerst letzte Möglichkeit dazu, wenn ProSieben das vom charmanten wie witzigen Matthias Opdenhövel moderierte Finale zeigt.

In dessen Mittelpunkt stehen Stars der besonderen Art: der glitzernde Astronaut, der coole Grashüpfer und der protzige Kudu sowie ein zierlicher Engel und das pinke Kuschelmonster. Diese Frage ist nämlich der Clou der Sendung: Wer steckt in dieser Verkleidung?

Um das Geheimnis zu wahren, müssen die Kandidaten auch hinter der Showbühne maskiert bleiben und einheitliche „Don’t Talk to me“-Pullis tragen. Laut Sender-Angaben wissen lediglich acht Mitarbeiter um die Identitäten hinter den Masken bescheid. Auch im privaten Kreis ist das Thema tabu.

Bei jedem Auftritt gibt es aber kleine Fingerzeige wie etwa Buchstabenkekse oder Trillerpfeife – „Ich weiß nicht mal mehr, wer ich selber bin“, protokollierte die dpa angesichts dieser „Hinweise“ einen verzweifelten Ausruf von Schauspielerin Collien Ulmen-Fernandes, die mit Moderatorin Ruth Moschner und Musiker Max Giesinger die Jury bildet.

Wer rausflog – und damit die Maske abzunehmen hatte –, entschied wie bei Castingshows üblich die Zahl der Zuseher-Anrufe. Und da gelangen ProSieben Überraschungen etwa mit Schlagersängerin Stefanie Hertel oder Schauspiel-Legende Heinz Hoenig, auch wenn die junge Zielgruppe nur Schulterzucken dafür übrig hatte.

Aufwand lohnt

Beeindruckend bei „The Masked Singer“ sind die Kostüme. Verantwortlich dafür ist ein Atelier im bayerischen Altötting, das nach Entwürfen der US-Designerin Marina Toybina arbeitet. Sechs bis sieben Personen arbeiteten an jedem Kostüm etwa ein halbes Jahr.

Billigsdorfer-Fernsehen im Sommerloch war einmal, lehrt der Quoten-Erfolg. Der Aufwand für diese ursprünglich aus Südkorea stammende Show („The King of Mask Singer“) hat sich für den Sender gelohnt – nicht nur in Deutschland, auch in Österreich: In der Vorwoche erreichte Folge 5 auf ProSieben mit 20,5 Prozent Marktanteil en bisherigen Höchstwert der Show in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen, durchschnittlich sahen knapp 200.000 zu. Die bisher höchste Seherzahl gab es in Runde 3 mit 220.000. Bei 41 Prozent Marktanteil schaute da nahezu jede zweite junge TV-Konsumentin (12 bis 29 Jahre) in Österreich zu.

Kein Wunder also, dass jetzt bereits fix ist: 2020 wird es eine Neuauflage von „The Masked Singer“ bei ProSieben geben – möglicherweise aber erst im Herbst, wenn es um viel mehr Zuseher und Werbegelder geht.