Kultur | Medien
12/21/2018

Eine Stadtkomödie als Regie-Debüt

Daniel Geronimo Prochaska tritt in ORFeins mit "Geschenkt" in die Fußstapfen seines Vaters, Star-Regisseur Andreas Prochaska.

Die St. Pöltner Stadtkomödie „Geschenkt“ ist die erste Regie-Arbeit von Daniel Geronimo Prochaska. Am Set ist der 35-Jährige aber beinahe ein alter Haase. „Ich habe mit 18 beim Film angefangen und, begonnen vom Fahrer, fast alles einmal ausprobiert.“

Der Einstieg zu Höherem ergab sich – wie schon beim Vater, Star-Regisseur Andreas Prochaska („Das Boot“) – über den Schnitt. Zunächst waren es Musikvideos für Freunde, nach einer professionellen Ausbildung fragte ihn der Vater 2009 „aus heiterem Himmel“, ob er umständehalber „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ schneiden wolle. Wollte er. Und machte das dann „lange Jahre“ erfolgreich und inszenierte nebenbei Videos.

Besonderes Verhältnis

„Geschenkt“ war wieder so eine glückliche Fügung. „Mein Vater meinte eines Tages, er hätte da eine Geschichte, die spannend klingt.“ Nach einigen Gesprächen stimmten die Mona Film und der ORF Daniels neuer Rolle zu. Die scheint er gut ausgefüllt zu haben – alle Hauptdarsteller betonten die sehr gute Stimmung am Set und akkurate Vorbereitung. „Das war notwendig, weil so ein Projekt heute nur 21 Drehtage hat.“

Dass er nach seinem Vater gefragt wird, stört Daniel übrigens „gar nicht. Er hat sehr viel erreicht und war immer mutig“. Das Verhältnis sei „besonders und nahe“, aber: „Ich habe andere Vorbilder.“ Man tausche sich aber viel aus, schaue gegenseitig Casting-Bänder. „Thomas Stipsits war übrigens ein Tipp vom Vater; von seiner Arbeit kannte ich auch Julia Koschitz.“ Der Hinweis auf Manuel-Darsteller Tristan Göbel kam hingegen von der Freundin – Film spielt bei Prochaskas tatsächlich eine große Rolle.