Deutscher Fernsehpreis für die zweite Staffel von "Der Pass"

Der Pass
In Köln prämierte die TV-Branche die besten Köpfe und Konzepte des Jahres mit dem Deutschen Fernsehpreis.

Die zweite Staffel der deutsch-österreichischen Sky-Produktion "Der Pass" wurde bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Fernsehpreises mit zwei Preisen ausgezeichnet. Die achtteilige Krimi-Serie gewann den begehrten Preis für die „Beste Regie Fiktion“ (Cyrill Boss & Philipp Stennert) sowie die „Beste Kamera Fiktion“ (Philip Peschlow). 

Die Preise wurden gestern, Mittwoch, in Köln vergeben. Damit geht die erfolgreiche wie preisgekrönte Reise von "Der Pass weiter. Denn bereits die erste Staffel (u.a. mit Nicholas Ofczarek als grenzgenialer Ermittler Gedeon Winter)  erhielt diverse namhafte Auszeichnungen und wurde unter anderem mit dem Grimme Preis in der Kategorie „Fiktion“ (2020), dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Dramaserie 2020“, der Goldenen Kamera als „Beste Serie“ (2019) sowie der Romy in den Kategorien „Beste TV-Serie“ und „Bester Produzent TV-Film“ (2019) geehrt. 

Die Dreharbeiten zu der dritten Staffel von „Der Pass“ finden zurzeit in Bayern und Österreich statt.

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Giovanni Zarrella.

Deutscher Fernsehpreis: Giovanni Zarrella ist der beste Moderator

Moderator und Musiker Giovanni Zarrella hat den Deutschen Fernsehpreis gewonnen - und damit für eine kleine Flut von Tränen gesorgt. Der 44-Jährige, der im ZDF die "Die Giovanni Zarrella Show" präsentiert, wurde am Mittwochabend für die beste Einzelleistung als Unterhaltungsmoderator mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Sein erster Kommentar war: "Okay, das ist krass."

Dann aber setzte Zarrella zu einer weitreichenden Dankesrede an, die zuerst seiner Frau Jana Ina Zarrella galt. "Schatz, du weißt genau: Die letzten Jahre, sie waren nicht immer leicht für uns und nicht immer einfach", sagte er. "Du hast mich zu einem besseren Mann, zu einem besseren Menschen, zu einem besseren Vater gemacht. Ich liebe dich über alles." Bei der 45-Jährigen flossen viele Tränen.

Es war einer der emotionalen Höhepunkte der TV-Gala, die in Köln produziert wurde und bei der Preise in rund 20 Kategorien an Protagonisten aus der TV-Branche gingen. Die Verleihung war 2022 auf zwei aufeinanderfolgende Gala-Abende aufgeteilt worden. Die Show am Mittwoch war die zweite - mit der höheren Promi-Dichte.

Vor seinem Triumph hatte Zarrella noch in einer anderen Kategorie den Kürzeren gezogen. Sein Kollege Joko Winterscheidt (43) holte sich mit seinem ProSieben-Quiz "Wer stiehlt mir die Show?" die Auszeichnung für die beste Unterhaltungsshow - vor Zarrellas Format. Schon im vergangenen Jahr hatte er in der Sparte gesiegt. "Ich hätte niemals gedacht, dass das wirklich realistisch möglich ist", sagte der etwas verdatterte Winterscheidt über die Titelverteidigung.

In der Kategorie "Bester Fernsehfilm" holte sich das ZDF mit "Die Wannseekonferenz" den Preis. Als beste Drama-Serie wurde "Faking Hitler" (RTL+) über die gefälschten Hitler-Tagebücher ausgezeichnet. Über die Trophäe für den besten Mehrteiler konnte sich der Streamingdienst Netflix freuen: Es gewann "The Billion Dollar Code". Bei den Schauspielerinnen konnte sich Friederike Becht ("Schneller als die Angst", ARD) durchsetzen, bei den Schauspielern Moritz Bleibtreu ("Faking Hitler", RTL+). Den Ehrenpreis bekam Schauspielerin Iris Berben ("Altes Land"). 

Unter den Journalistinnen und Journalisten wurde die ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf für ihre Berichterstattung aus der Ukraine ausgezeichnet. Eigendorf widmete ihn allen Reportern, die in der Ukraine arbeiten - "allen, die diesen Job hier machen". Das sei sicherlich einer der Kriege, in dem "Propaganda und Desinformation eine überdurchschnittlich große Rolle" spielen, sagte sie. "Deswegen ist es wichtig, dass wir hier als Reporter, denen die Zuschauer auch vertrauen können, das zeigen, was hier wirklich passiert." Als bestes Informationsformat wurde die 3sat-Sendung "Kulturzeit" prämiert. "Der Blick auf die Welt aus der Sicht der Kultur ist wesentlich, um unsere Gesellschaft im größeren Zusammenhang verstehen zu können", wurde 3sat-Koordinatorin Natalie Müller-Elmau in einer Aussendung zitiert. Das Kulturformat der 3sat-Partner ZDF, ORF, SRF und ARD gibt es seit 1995.

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit dem Jahr 1999 für hervorragende TV-Leistungen verliehen. Getragen wird er von ZDF, Sat.1, ARD, Deutscher Telekom und RTL. Die Federführung hatte 2022 das ZDF.

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