Larissa Marolt und das "A Team" drangen mit wichtigen Themen nicht bis zum Zielpublikum durch

© ORF/Roman Zach-Kiesling

Kultur Medien
01/20/2021

Das A-dieu-Team: ORF1 setzt Marolt-Sendung vorzeitig ab

Das Sendungkonzept "fand nicht den gewünschten Anklang". Stattdessen gibt es am nächsten Mittwoch "Dok1"-Wiederholungen. Ergänzung: Statement Larissa Marolt.

von Christoph Silber

ORF1 zieht vorzeitig den Stecker bei das "A Team für Österreich". Man verzichtet am kommenden Mittwoch auf die Ausstrahlung einer "Best of"-Folge mangels "Best of"-Quoten. Stattdessen wird der Mittwoch-Hauptabend zu einem Wiederholungstreffen von bereits Ende 2019 ausgestrahlten "Dok1"-Sendungen.

"Das Sendungskonzept des A-Teams, das in einigen nordischen Ländern hervorragend funktioniert, hat beim österreichischen Publikum leider nicht den gewünschten Anklang gefunden. Auch im Hinblick auf den Audience-Flow zu den darauffolgenden Sendungen, haben wir uns entschieden, das ,Best of' am 27. Jänner aus dem Programm zu nehmen“, heißt es dazu in der ORF-Stellungnahme, die eine Standard-Meldung bestätigt.

Wenig anregend

Beim "A Team" mit Front-Frau Larissa Marolt sollten "junge kreative Redakteurinnen und Redakteure" sich "mit gesellschaftspolitisch relevanten Themen in unserem Land" beschäftigen. "Damit soll einerseits Bewusstsein geschaffen, aber auch mittels außergewöhnlicher Aktionen nachhaltig zum Umdenken angeregt werden", hieß es zum Start in der ORF-Aussendung. Die durchaus wichtigen Themen reichten von Plastik-Müll bis Hass im Netz.

Die Anregungen suchte das angesteuerte junge Publikum allerdings woanders, was der ORF1-Spitze nun eine weitere Programmpleite einbringt. Zur Erinnerung: Im April 2020 wurden, um genau dem zu entgehen, "Dok1" & Co vom erfolglosen Donnerstag auf Mittwoch transferiert. Aber auch hier läuft es unrund: Zuletzt erreichte das "A Team für Österreich" 153.000 Zuseher - der Marktanteil in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen belief sich auf sieben Prozent, bei den 12- bis 29-Jährigen gar nur vier Prozent. Aber auch beim älteren Publikum ging mit fünf Prozent nur wenig. 

Herzensprojekt

Larissa Marolt verwehrt sich indes gegen die Formulierung "vorzeitig abgesetzt", denn die fünf in der Presseaussendung angekündigten Folgen seien alle ausgestrahlt. "A Team für Österreich war für mich ein Herzensprojekt und ich finde es wichtig, dass es Formate gibt die auf wichtige Themen wie Hass im Netz, Stammzellenspenden, Body Positivity, Mental Health und vieles mehr aufmerksam machen. Nur so kann man Dinge zum Positiven verändern", erklärt sie in einem Instagram-Post.

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