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Kultur Medien
01/03/2021

Christian Ulmens Serientod könnte Aus für Weimar-"Tatort"-Paar bringen

Eine der schrägsten "Tatort"-Ausgaben hat mit Kriminalhauptkommissar Lessing eine Hauptfigur verloren. Zeichen stehen auf Abschied

von Christoph Silber

Man glaubte, es sei so wie immer - einfach schräg. Und dann das: Fernsehkommissar Lessing aus dem Weimarer "Tatort“ ist tot. Zwar schien er an der Seite seiner Partnerin Kira Dorn am Freitagabend in der Folge "Der Feine Geist" zu ermitteln und den soeben gekauften gemeinsamen Altbau zu renovieren. Doch tatsächlich war er bereits zu Beginn des Films gestorben und begleitete seine Partnerin nur als beratender Geist durch den Fall, wie man schließlich erfuhr.

Seit 2013 ermittelte Darsteller Christian Ulmen (45, „jerks“) als Lessing gemeinsam mit Schauspielkollegin Nora Tschirner als Kira Dorn. Die Frage, die sich nun viele stellen: War das nun das unerwartete Aus für die beiden ROMY-Gewinner nach elf Ausgaben Weimar-"Tatort" oder gibt es Schlupflöcher in neuen Drehbüchern?

Dazu hielt sich der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) bedeckt. Dieser "Tatort“ habe viel Lob bekommen, sehr viele Zuschauer hätten sich sehr gut unterhalten gefühlt, bilanzierte der Sender am Sonntag. Viele seien über den Tod des Kommissars traurig gewesen. Lessings Tod und die Fortführung seiner Figur als Geist sei "ein kreativer und spannender Vorschlag" von Ulmen gewesen. Der Sender dankte Nora Tschirner für sieben gemeinsame erfolgreiche Jahre und elf gelöste Fälle. "Den Fans versprechen wir: Thüringen bleibt MDR-Krimi-Standort!"

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Die beiden Hauptdarsteller klangen nach der Ausstrahlung sehr nach Abschied. "Vielen Dank für Eure Anteilnahme!“, schrieb Ulmen am Samstag bei Instagram nach vielen Fankommentaren. Wer einfach nur traurig über die unfassbare Zumutung der Sterblichkeit sei, der weine mit Fug und Recht. "Und doch: Natürlich wird Tatort Weimar weitergehen!“ Nicht "mit Dorn und Lessing als Ermittlerpaar, aber anders doll“.

Tschirner (39) schickte bei Instagram eine Art Abschiedsbotschaft zum Krimi aus Weimar: "Einen wollten wir machen, elf sind es geworden. Die Tatort-Melodie ist wahrscheinlich die zuverlässigste Melodie meiner Kindheit gewesen, auch wenn ich nicht mitgucken durfte, und nie hätte ich gedacht, dass ich selbst mal nach den Fingerabdruck-Fadenkreuz-Augen-Filmchen durchs Bild laufe.“ Sie bedankte sich beim Team. Und sie schrieb auch: "Kira geht jetzt ein büschn trauerfeiern.“

Sicher ist, dass „Der feine Geist“ für dieses Jahr der einzige neue "Tatort“ aus Weimar bleiben wird. Für 2021 werde kein neuer produziert, da wegen coronabedingter Drehverschiebungen kein gemeinsamer Drehtermin für das Ensemble ermöglicht werden könne, hieß es beim MDR weiter.

Bei „Tatort“-Fans dürfte „Der Feine Geist“ Erinnerungen an einen Fall im Vorjahr wecken: In der Neujahrsfolge "Das Team“ starb Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) nach 17 Jahren als Kollegin des beliebtesten "Tatort“-Ermittlerduos Thiel und Boerne aus Münster.

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