Jesse Pinkman (Aaron Paul) hat „Breaking Bad“ überlebt und versucht nun die Kurve zu kratzen. 

 

© Ben Rothstein/Ben Rothstein / Netflix

Kultur Medien
10/10/2019

"Breaking Bad"-Film und Superhelden: Neu bei Netflix & Co

"El Camino" startet bei Netflix, die "Doom Patrol" ist bei Amazon Prime Video zu sehen.

von Nina Oberbucher, Marco Weise

Der heiß ersehnte "Breaking Bad"-Film ist endlich da. Wir verraten Ihnen, was Sie vor dem Start von "El Camino" wissen müssen, und, ob sich die neue Superhelden-Serie "Doom Patrol" lohnt. Außerdem haben wir wie jede Woche die wichtigsten Film- und Serienstarts bei Netflix, Amazon Prime Video und Sky in unserem Streaming-Überblick.

Die Neuvorstellungen der Woche: "El Camino: A Breaking Bad Movie"

Die Geheimniskrämerei hat ein Ende. Der im Vorfeld von zahlreichen Spekulationen, Zwischenrufen und Fake News begleitete „Breaking Bad“-Film „El Camino“ ist ab Freitag auf Netflix abrufbar. Eine Vorabansicht für Medien stellte der Streaminganbieter bis zum Redaktionsschluss nicht zur Verfügung, damit ja nichts an die Öffentlichkeit gerät. (Unsere Filmkritikerin Alexandra Seibel hat sich den Film mittlerweile angesehen. Ihre Kritik finden Sie hier.)

Zu erfahren war vorab trotzdem schon einiges: Das Spin-off zu einem der größten Erfolge der jüngsten Seriengeschichte erzählt Jesse Pinkmans (Aaron Paul) Leben weiter. Bei Pinkman handelt es sich um den leidgeprüften Ex-Drogendealer, dem Geschäftspartner von Walter White (Bryan Cranston), der im Serienfinale von „Breaking Bad“ – Achtung, Spoiler! – im Kugelhagel ums Leben kommt. Eine Rückkehr ist definitiv ausgeschlossen. Das hat soeben „Breaking Bad“-Erfinder Vince Gilligan verkündet. Soll heißen: Der einem ans Herz gewachsene Chemielehrer, der zum Drogen-Baron Heisenberg aufstieg, wird in „El Camino“ nicht vorkommen.   

Vince Gilligan muss es wissen, denn er hat das Drehbuch dafür geschrieben und Regie geführt. Dieser Umstand verspricht eine düstere wie verschachtelte Geschichte mit einigen Überraschungsmomenten. Vince Gilligan zeigt den Zusehern  in dem zwei Stunden dauernden Film wohl auch wieder, wozu ein Mensch fähig ist, wenn er den Tod nicht fürchtet. Und Jesse Pinkman hat mit dem Leben längst abgeschlossen.

Schwer

Ein kürzlich veröffentlichter Trailer zeigt ihn rauchend in seinem Auto, einem ChevroletEl Camino“ (darauf bezieht sich  der Titel des Films), den er in der nächtlichen Wüste von Albuquerque geparkt hat. Jesse lauscht den Nachrichten, er atmet schwer. Die Kamera blickt in seine Augen, in denen eine Mischung aus Erleichterung, Wut, Angst und Verlorenheit erkennbar ist. Im Radio berichten sie über die tödliche Schießerei, die er zum Ende von „Breaking Bad“ als Einziger überlebt hat. Mal sehen, ob das Jesse Pinkman auch weiterhin gelingt.      

"El Camino: A Breaking Bad Movie": USA, 2019. Von Vince Gilligan. Mit Aaron Paul, Charles Baker, Larry Hankin.

>> ab 11. Oktober bei Netflix

"Doom Patrol"

So ganz haben die Superhelden dieser neuen Serie ihre Kräfte noch nicht im Griff:  Die  eitle Rita verwandelt sich bei Stress in eine unförmige Masse. Der ständig fluchende Cliff lebt nach einem Unfall in einer Roboterhülle. Der entstellte Larry teilt sich seinen Körper mit einem seltsamen Wesen aus Energie. Und Jane trägt 64 Persönlichkeiten in sich – alle mit ihren eigenen Superkräften.

„Doom Patrol“, seit dieser Woche beim Streamingdienst Amazon Prime Video zu sehen, begleitet die Bewohner dieser ungewöhnlichen WG auf ihrem ersten gemeinsamen Ausflug, der jedoch im Chaos endet. Ihr Anführer verschwindet – und zwar im Inneren eines Esels. Nur ein Beispiel für den schrägen Humor der Serie.

„Doom Patrol“, ein Ableger der DC-„Titans“, nimmt sich viel Zeit für die Hintergrundgeschichten der Protagonisten, verliert sich aber mitunter in Rückblenden. Die selbstironischen Kommentare verleiten durchaus zum Schmunzeln. Der Versuch, Superhelden-Geschichten mit einem Twist zu erzählen, ist aber heuer Serien wie „The Boys“ oder „The Umbrella Academy“ bereits eindrucksvoller gelungen. 

"Doom Patrol": USA, 2019. Von Jeremy Carver. Mit Brendan Fraser, Timothy Dalton, April Bowlby

>> ab 7. Oktober bei Amazon Prime Video

Was sonst noch läuft: "Riverdale" (Staffel 4)

Teenie-Mystery-Serie: Zum Auftakt der neuen Folgen gibt es erst Mal ein "In Memoriam" für den heuer verstorbenen Schauspieler Luke Perry. Auch seine Serienfigur stirbt ein plötzlichen Tod. Ab der zweiten Episode setzt dann die eigentliche Handlung ein, und da gibt es unter anderem einen neuen Schulleiter im Städtchen Riverdale, der auf der Beliebtheitsskala nicht gerade ganz oben steht. Jeden Donnerstag gibt es eine neue Folge. 

>> ab 10. Oktober bei Netflix

"Insatiable" (Staffel 2)

Dramedy-Serie: Protagonistin Patty Bladell wird wegen ihres Übergewichts von ihren Mitschülern gemobbt, als sie "endlich" dünn ist, beschließt sie, sich an ihren Peinigern zu rächen. Dabei schreckt sie vor nichts zurück. Für Staffel 1 bekam "Insatiable" viel negative Kritik, unter anderem weil die Serie das Dünnsein verherrliche. Den Fans dürfte es aber gefallen haben, deshalb gibt es nun eine zweite Staffel. Und da muss nun ein eine Reihe von Morden aufgeklärt werden.

>> ab 11. Oktober bei Netflix

"Fractured"

Thriller: Ray (Sam Worthington) fährt mit Frau Joanne und Tochter Peri von einem Wochenendtrip nach Hause. Auf dem Weg verletzt sich das Mädchen und die Familie muss ins Krankenhaus. Nach einer Untersuchung sind Joanne und Peri plötzlich verschwunden, niemand außer Ray will sich an die beiden erinnern können. "Flightplan" lässt grüßen. 

>> ab 11. Oktober bei Netflix

"Rhythm + Flow"

Casting-Show: Größen wie Cardi B, Chance the Rapper und Tip „T.I.“ Harris such die nächsten Stars der Hip-Hop-Szene. In der Serie besuchen sie gemeinsam die Hip-Hop-Zentren Los Angeles, New York, Atlanta und Chicago, um noch unentdeckten Künstlern bei ihrer Karriere unter die Arme zu greifen. Jeden Mittwoch gibt es neue Folgen.

>> ab 9. Oktober bei Netflix

"Prost Mortem"

Krimi-Serie aus Wien: Beisl-Chef Werner wird tot auf der Toilette seines eigenen Lokals aufgefunden. Die Polizei geht von Suizid aus, doch Wirtin Gitti (Doris Kunstmann) will das nicht glauben. Sie ermittelt selbst und nimmt die Verdächtigen als Geiseln – darunter Bernie (Simon Schwarz). Mehr zu "Prost Mortem" können Sie übrigens hier lesen. 

>> ab 9. Oktober bei 13th Street via Sky

"Les Misérables"

Historien-Serie: Bei der britischen BBC war die Adaption von Victor Hugos Roman bereits im Vorjahr zu sehen, nun gibt es die sechs Episoden auch hierzulande bei Starzplay. In den sechs Episoden spielen unter anderen Dominic West, Lily Collins und Olivia Colman mit. Im Mittelpunkt steht der geläuterte Ex-Sträfling Jean Valjean, der sich im Paris des 19. Jahrhunderts für die Armen einsetzen will. Inspektor Javert ist skeptisch ob dieses Wandels.

>> ab 10. Oktober bei Starzplay via Amazon Prime Video

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