INTERVIEW MIT LUKAS RESETARITS

© APA/ROBERT JAEGER / ROBERT JAEGER

Kritik
05/20/2021

Lukas Resetarits ist auf spöttelnden Sarkasmus gestimmt

Lukas Resetarits mit „Das Letzte. Kein Abschied“ im Stadtsaal.

von Werner Rosenberger

"Wer dort lachen kann, wo er hätte heulen können“, sagte der Humorist Werner Finck, „bekommt wieder Lust zu leben.“

Genau das war zu spüren beim Comeback nach der „Umstellung auf nix in der Gachen“, so Lukas Resetarits, bei der Premiere von „Das Letzte. Kein Abschied“ am Mittwoch im Stadtsaal.

INTERVIEW MIT LUKAS RESETARITS

„Ich bin ja ganz aus der Übung aber froh, dass Sie da sind“, sagte er zum Publikum.

Nach 15 Monaten fast totaler Bühnenabsenz kam er nur langsam in die Gänge. Das 28. Solo mit Tochter Kathrin als Co-Autorin mäanderte im Plauderton durch eigene Erfahrungen in der Pandemie: Zoom-Sitzungen, Chaos im Arbeitszimmer, das geistige Messie-Dasein und Erinnerungen an vergangene und vergessene Krisen wie etwa die Maul-und-Klauen-Seuche anno Schnee und die Ölkrise 1973.

Ist Resetarits jetzt altersmilde? Er war schon pointierter und schärfer. Mit Biss und Punch präziser am Punkt. Diesmal ist er auf spöttelnden Sarkasmus gestimmt. In der Rolle eines ungarischen Fahrradboten. Wenn er sich fragt, „was die Leut mit dem vielen Klumpert machen“, das ihnen der Werbeterror andreht.

Nach der Pause sind die kritisch-humorvollen Reflexionen klarer konturiert, zaubern Bilder in den Kopf vom Festplattenschredderer, „dem Bugl“. Haben überraschende Pointen parat: „Auch der Planet Merkur soll jetzt Billa plus heißen. Und der Saturn heißt Mediamarkt.“ Über die „Bahnhofverschmutzungszeitung ,Österreich’“ lästert der Satiriker und das gleichnamige Kaufhaus im Internet. „Dort kann man sich zwar nichts kaufen, aber selber hat’s viel Geld gekostet.“

Er geißelt die ÖVP als „Milliardärsgewerkschaft“ und die Türkisen, „die vielleicht viel Schas machen, aber die beste Werbung dafür.“

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